England is not Europe

Dienstag, 20.11.2012

Ist es wirklich nicht. Man könnte jetzt denken, was soll das denn, klar gehört England zu Europa. Nja, auf der Landkarte mag das auch so sein, jedoch nicht in Köpfen der Insulaner. Mir ist immer öfter aufgefallen, wie meine englischen und britischen Zeitgenossen vom Kontinent reden, wenn sie irgendein europäisches Land meinen und wenn sie über die Europeans reden, scheinen sie auch nicht sich zu meinen. Seitdem frag ich einfach jeden, ob er sich denn als Europäer fühlt, aber bisher hat jeder eher so, öhm, nööö, gesagt. Jaja, sie leben halt schon so bisschen in ihrer eigenen, kleinen Welt.. was sie aber nicht minder sympathisch macht Lächelnd

Die meiste Zeit verbring ich ihm Moment mit Hausarbeiten schreiben, da sind diesen term paar haarige dabei, mit denen ich auf Anhieb jetzt nicht soooo gut klar komm, aber so langsam lichtet sich alles und ganz duster kann ich ein bisschen Licht am Ende des Tunnels flackern sehen.

War natürlich trotzdem auch noch mehr geboten in den letzten vier Wochen.
Zum Halbmarathon gibt’s nicht so viel zu erzählen, außer, dass es echt Spaß gemacht hat mit meinen Kollegen da mitzuhelfen und es einfach schön war, mal wieder Teil eines Sportevents zu sein. Paar Illustrationen gibt’s trotzdem dazu. Ja, es war sauneblig!

Meine Sportis :) Hiro, Kevin und Annie Anita, Ioannis, Simon und Gordon

 Außerdem hatte Artur noch Geburtstag und ich hab ihm nen mega-schokoladigen Geburtstagskuchen gebacken! Gefeiert wurde natürlich – wo sonst – im Quids und die Resi war auch mit am Start! Lächelnd

Tero und Alex Lisa, Alvaro und Aga

 Dann natürlich Halloween. Ich war Vampir! Mit echten, falschen Zähnen und ganz viel weißem Make-up im Gesicht Lächelnd Und es war riiichtig witzig, weil wirklich alle mega cool verkleidet waren. Artur war in ein Twister-Spiel Kleid gehüllt, mit der Drehscheibe als Haarreif aufm Kopf und da er dadurch ja quasi als Mädchen verkleidet war, hat er mich gefragt, ob ich ihm nicht ein bisschen beim Accessoires shoppen und schminken helfen könnte. Ha, da musst er mich natürlich nicht zweimal fragen Lächelnd Haben ihm beim Primark ne Strumpfhose, Lipgloss und ein Silber-Glitzer-Handtäschchen gekauft und als wir so an der Kasse standen, dachte der Kassierer natürlich das ganze Zeug wär für mich und hat so nen tollen Spruch gesagt wie, aaah, wie praktisch, wenn der Mann zahlt. Tja, hab ich ihn erstmal aufgeklärt, hab gesagt, nene, das ist alles Artur seins und dann hat er Artur mit weit aufgerissenen Augen angeguckt und mit seinem putzigen, indischen Akzent gesagt, „No! No! Please, don’t do that!!“, und ich hab mich sehr amüsiert!! Lachend

Außerdem is an Halloween was richtig Verrücktes passiert, ich war draußen vorm Rosie Malones gestanden und hab mich mit so nem Tschechen unterhalten, bla blubb, was man halt immer so fragt, was machst du hier, wo kommst du her , das sah dann so aus:

Er: Und, wo kommst du her?

Ich: Aus Deutschland.

Er: Echt, aus Deutschland, wo aus Deutschland?

Ich: Ausm Süden, aus Bayern.

Er: Echt, Bayern, wo aus Bayern?

Ich: Aaaach, kennste net, so ne kleine Stadt, Bamberg heißt die.

Er: Echt Bamberg? Bamberg ist wunderschön.

Ich: Ja, ich weiß, aber woher weißt du das, kennst du Bamberg?

Er: Ja, ich fahr da jeden Sommer hin, um meine ehemalige Gastfamilie zu besuchen, wir hatten damals in der Schule so ne Partnerschaft mit dem Franz-Ludwig-Gymnasium.

Ich: WHAT???? Das ist MEINE Schule. Und ich hab auch bei dem Austausch mitgemacht, zwei Jahre in Folge!! Kennst du den Lubos, der war mein Austauschpartner?

Er: Lubos? Hm wie heißt der noch?

Ich: Zacharias. Oder kennst du vielleicht den Dan, des war einer seiner Kumpels?

Er: Hahahaha, der Zacharias. Na klar. Den Dan? Dan Menzel?  Ja, den auch, der wohnt jetzt Bristol…

And so on. So klein ist also die Welt. Wie der auf einmal Franz-Ludwig-Gymnasium gesagt hat, hab ich gedacht, ich hör net richtig. Unglaublich. Das war so mit das Highlight eigentlich Lachend Nach der Rosie ging’s noch ins JJ’s bissl dancen und gruslig sein. Da ist dann auf einmal auch der Owca wieder aufgekreuzt, den ich damals zeitgleich mitm Artur kennengelernt hab, der macht jetzt in derselben Firma wie Artur Praktikum und ist somit auch wieder back in Cov!

Was noch? Ah ja, bonfire night. Oder auch Guy Fawkes Night genannt. Geht zurück auf den 5. November 1605. Da feiern die Engländer immer noch, dass es damals NICHT gelungen ist, King James I und das gesammte House of Parliaments in die Luft zu jagen. Überall gibt’s Feuerwerk und mit Kindern zündet man eine Art Vogelscheuche an und singt dabei:

                               Remember, remember, the fifth of november,

                               Gunpowder, treason and plot,

                               I know of no reason, why gunpowder treason

                               should ever be forgot.

And so on. Die ganze Geschichte lässt sich auch hier nachlesen: http://www.bonfirenight.net/

Ich finds ziemlich krass eigentlich, der King James I war jetzt nämlich nicht sooo nett, alles in allem ne gruslige Geschichte, an die da erinnert wird, aber mei. Hab das Ganze auch nicht so richtig mitzelebriert, aber hab bissl Feuerwerk von meinem Fenster aus sehen können Lächelnd

Vorletztes Wochenende dann war hart. War bei den Polen zum Vortrinken eingeladen, sollte dann noch ins Quids gehen, aber es wurde sehr spät, bis wir da wirklich angekommen sind. Vorher war ich nämlich mit sechs polnischen Jungen und Mädchen dagesessen und musste Wodka trinken Lachend Polnischen natürlich! Also, hmmm, ich fass das Zeug ja eigentlich gar nicht mehr an, weils ja auch nicht mal schmeckt, aber zur polnischen Gastfreundschaft konnt ich natürlich nicht nein sagen. War ein ziemlicher lustiger Abend, hab später im Quids noch nen philippinischen Österreicher kennengelernt und mich mit James angefreundet, der immer neben der cash mashine in der Straße zum Quids sitzt. Ich hab mir seine ganze Geschichte angehört, hat mich scheinbar sehr interessiert und hab Ende hab ich ihm auch bissl Kleingeld gegeben, was ich so über hatte. Jeden Tag eine gute Tat!

Dieses Wochenende wollten wir dann Film gucken^^ Aber das war nur ein hinterhältiger Trick von Artur und Owca! Aus dem Film gucken wurde nicht viel, weil auf einmal war Arturs Zimmer voller Menschen und es gab schon wieder ne riesige Flasche Wodka… diesmal hab ich aber dankend abgelehnt, also ne, schon wieder dieses Teufelszeug, das wär einfach zu weit gegangen.

Vor ca. zwei Wochen war der Rico auch nochmal übers Wochenende da und wir hatten ein paar ziemlich schöne, entspannte Tage. Waren bissl in Birmingham shoppen und haben dann noch Skyfall im Kino geguckt. Best Bond ever!!! Also, naja gut, ich war jetzt ja nie der riesen Bond Fan und ich hab auch nie wirklich Daniel Craig gemocht, aber DER Film hat alles verändert Lächelnd Fand ich wirklich richtig gut! Aber es hatte jemand ein Baby im Kino dabei… das hab ich ja noch nie gesehen Überrascht Es war recht ruhig und so, aber bissl spinnen müssen die Eltern ja schon…

Seit letztem Donnerstag hat der German Christmas Market in Birmingham geöffnet! Da muss ich auch auf jeden Fall mal hin!!! Soll Glühwein geben und Lebkuchen und Maß-Biere (wobei ich nicht sicher bin, was die auf nem Weihnachtsmarkt verloren haben Zwinkernd) und Bratwürste. Oder wie Yemmi aus meinem Haus gesagt hat, „Last year, I had a hotdog or something like that. No, it was no hotdog but it was something similar, I think. And it was soooo good!”

Die Uni läuft auch, hab ne gute Gruppe für die diesjährige Gruppenhausarbeit erwischt und kann mich sonst so langsam endlich wieder auf die Dissertation konzentrieren. Sind auch nur noch zwei Monate, dann bin ich hier fertig, minus die Zeit über Weihnachten in Deutschland, also crazy!!!  Ich freu mich immer sehr auf die Vorlesungen mit Benoit, der ist einfach der Beste! Manchmal verteilt er Kekse und zwar die ganz guten Digestives mit milkchocolate, oder er sagt pom pom girls statt Cheerleader, weil die in Frankreich so heißen oder er hält mitten in seinem Satz inne und guckt uns alle an und sagt: „By the way, are you happy? Everything ok?“ Ah, der ist der Beste!

So folks, ich widme mich dann mal meiner letzten Hausarbeit und wünsch euch allen was!! Nächstes Mal berichte ich dann wohl über die Graduation Woche, meinen 2einhalb Tages-Besuch vom Chrisi und wie Hulaerobic mit den Finnen war :D

Cheeeeeers!

Die Besucher

Montag, 15.10.2012

Kinder, Kinder, Kinder, es kommt mir schon wieder so vor, als wär ich mehrere Monate zurück in diesem Coventry, aber eigentlich sind es erst wenige Wochen. Schuld daran ist vermutlich die Tatsache, dass die letzten 16 Tage überdurchschnittlich viel geboten war. Als kleine executive summery: Ich hatte innerhalb der letzten zwei Wochen drei verschiedene Besucher, war drei Mal während dieser Zeit in London und zwei Mal in Birmingham und zwei weitere Male auf dem Coventry Cathedral Tower (insgesamt Besuch Nummer 5 und 6 – die sollten mich langsam für umsonst da hochlassen, so viele Leute wie ich denen anschlepp!),außerdem hatte ich ne fetzen Erkältung, von der ich mich aber kaum habe beirren lassen, hab in einem 500 Jahre alten Haus in einem 300 Jahre alten Bett genächtigt, ein Premier League Spiel  sowie das Warwick Castle gesehen, war in Cambridge und ach ja, die Uni hat ja auch angefangen. 

Aaaaalso: Zu Beginn erst einmal ein paar Bildern von der chilenischen Hausparty vom letzten Mal. Hab ich gefunden^^ So als nachträgliche Impressionen.

Igor, Jorge und Farhan

Wie bereits in der letzten Episode angekündigt, stand mit der lieben Barbara alias Bob alias Misti, mein erster Besuch in den Startlöchern. Pretty much business as usual, in den insgesamt fünf Tagen in der sie hier war, haben wir natürlich die Coventry Touri-Tour gemacht, waren in Birmingham und hams Resl da getroffen (weil die da jetzt auch wohnt und studiert Lächelnd), einen Tag waren wir London und einen Tag hat die Misti sich Oxford angeguckt – allerdings alleine, weil ich den ganzen Tag Uni hatte.

Ein Teil meines neuen Wohnzimmers

War ein ganz nettes, kleines Revival mit der Resi in Birmingham, haben uns auch ihren Campus angeguckt, ihr Wohnheimzimmer und natürlich die Stadt, inkl. Bull Ring Shopping Center. Da durfte ein Erinnerungsfoto vorm Victoria Square natürlich nicht fehlen. Also haben wir jemanden gesucht, der schnell ein Foto von uns macht, bitte lächeln, klick und das Ergebnis sah dann so aus:

Ich habs noch vor mir als wärs gestern gewesen, guckt die Barbara auf ihren Foto und sagt: „Wer ist denn da noch mit drauf???“ Lachend KEINE von uns dreien hat den Typen bemerkt. KEINE. Wir waren uns nicht sicher, ob wirs lustig oder eher gruselig finden sollten. Im Endeffekt aber schon irgendwie Ersteres.

Resis campus

Was Blödes ist mir auch passiert^^ Waren daheim bei mir in der Küche gestanden und haben abgespült und dann hab ich den sauberen Topf zum Abtropfen in das Abtropfding stellen wollen und dabei einen Teller, der schon im Abtropfding stand, auf die Erde geworfen. Tja. Der war dann wohl kaputt. Und wem hat er gehört? Natürlich, meinen Küchenfreunden Helen und Craig. Ich wusste schon wieder nicht, ob ich heulen oder lachen sollte, aber dann hab ich doch nur gelacht und gedacht, NEEEIIINNN, die hassen mich jetzt bestimmt. Erst nehm ich ohne zu fragen ihre Sachen und dann mach ich sie auch noch kaputt^^ Die Misti fand das Ganze natürlich unheimlich witzig und hat die ganze Zeit wiederholt: „Die hassen dich jetzt, die hassen dich jetzt!“
Also bin ich erstmal beichten gegangen, hab gesagt,  ich kauf natürlich sofort einen neuen und Helen war so, ja ja, ne passt schon, aber Craig hat schon bissl böse geguckt.

Wie auch immer, haben uns also am nächsten Tag auf den Weg zu IKEA gemacht, um den blöden Teller zu kaufen. Nur: natürlich gabs genau die Größe in genau der Farbe nur im 16-teiligen Teller- und Schüsselset. Es war ein Set!! Großartig! Hab dann nen weißen, statt nen grauen genommen und hat anscheinend schon auch so gepasst… man man.
So nebenbei, bisher versteh ich mich immer noch recht gut mit allen Leuten hier im Haus, mit manchen besser, mit manchen weniger, aber ist auch ziemlich normal bei so vielen Personen. Hab gestern mit Yemmi, Gabriela, Helen und Kieron „Snakes in a plane“ geguckt. Snakes in a plane. Ja, es geht um Schlangen in einem Flugzeug. Den MUSS man mal gesehen haben! NICHT.

Naturlemont musst ich der Misti auch das Quids zeigen und ein paar Leute vorstellen. Hatten ziemlich lustige Abende mit Artur und Konsorten. Was nur vielleicht nicht ganz so klug war, wir waren im Quids im Garten gesessen und obwohl der teilweise beheizt ist, hat mir die Kälte da den Rest gegeben und am folgenden Tag ging’s los mit dem Rotz..

Zwei Tage bevor die Barbara wieder abgereist ist, war dann auch schon der Rico in der Tür gestanden. Mittwochabend ging’s dann klar wieder in die Rosie für den unschlagbaren Deal von einem Pfund Eintritt und jedem (bzw. fast jedem) Getränk für ein Pfund. Allerdings konnt ichs dieses Mal nicht so richtig genießen, vor lauter Husterei und Schneuzerei und das Bier schmeckt dann ja auch nicht so richtig. Aber ich glaub, Artur war am Ende sehr verliebt in die Misti und war sehr traurig, als sie schon viel zu früh mit uns heimgehen musste Zwinkernd

Donnerstag früh hab ich ihr dann schon wieder auf Wiedersehen sagen müssen (es hat sehr viel Spaß mit dir gemacht Bob, du darfst gerne wieder kommen Lächelnd) und bin auf in die Uni. Allerdings nicht für lang, weil mir während der zweiten Stunde so dermaßen schlecht geworden ist, dass ich gedacht hab, wenn ich jetzt nicht geh, passiert ein Unglück. Für den Nachmittag hatten der Rico und ich uns außerdem vorgenommen, nach Warwick zu fahren und das Castle dort anzuschauen. Also nichts wie heim, nochmal kurz ausruhen und wie ich dann so auf meinem Bett gesessen war und den Toast versucht hab runterzuwürgen, den mir der Rico gebracht hat, guck ich so zu meinem Waschbecken und frag ihn: „Sag mal, wo ist denn eigentlich meine Zahnbürste?“ Und da guckt er mich bisschen gequält an und mein: „Oh man, des sollte doch ne Überraschung sein!“ Und dann erklärt er mir, dass er für uns eine Nacht in Warwick in einem Bed&Breakfast gebucht hat und mich damit eigentlich überraschen wollte, wenn wir da ankommen und er hat schon alles gepackt und toll, jetzt weiß ich ja schon alles und habs verdorben. Ich war ehrlich gerührt, also nein, sowas, einfach so und dann hat er auch noch schon für mich gepackt! Lächelnd Also ging’s, nachdem ich nochmal fast vor unsern Hauseingang gespeiht hätte, auf nach Warwick, Castle anschauen, welches auch echt sehenswert war, wenn auch mehr so bissl eventmäßig und für Kinder gemacht, aber dennoch – oder vielleicht gerade deswegen Zunge raus - sehr spannend. Es gab verschiedene Attraktionen, man konnte oben auf der Burg rumlaufen, eine kleine Führung durch den Palast machen, einem richtig guten Bogenschützen zuschauen und und und.
Anschließend konnten wir uns dann in unserem gemütlichen Bed&Breakfast niederlassen. War ein 500 Jahre altes Haus, alles dementsprechend ein bisschen krumm, aber hatten ein sehr nettes Zimmer, mit 300 Jahre altem Bett in der Mitte, richtig typisch und putzig, wie die Bed&Breakfasts hier halt so sind, es war bezaubernd!

im B&B

Den Freitag haben wir dann bissl slow slow gemacht, weil Samstag sollte es ja schon wieder weiter nach London City Euston gehen, um unser erstes live Premier League Spiel ever zu sehen! Westham vs. Arsenal. Das Stadion steht in East-London, mitten in einem Wohnblock eigentlich und die wichtigste U-Bahn Linie dorthin war gesperrt, sodass es eine kleine bis mittelgroße Odyssee war, bis wir da überhaupt mal angekommen sind - vom Rückweg gar nicht zu schweigen. Die Zeit vorher haben wir hauptsächlich im Park verbracht, weil das Wetter noch recht schön war und haben den Enten und Eichhörnchen beim Herumspringen zugeguckt.

Das Spiel dann war jetzt nicht so der Oberburner, aber mich interessiert ja sowieso immer viel mehr das Drumherum. Beim Eingang musste jeder einzeln durch ein rotes, sehr enges Drehkreuz laufen, ich fand des alles bissl gruselig, aber von wegen Sicherheit und so war ansonsten nicht viel, keine Taschenkontrollen, nix. Hatten unsern Platz auf der kurzen Seite in der letzten Reihe ganz in der Ecke, aber man hat eigentlich ganz gut gesehen. Am Ende hieß es 3:1 für Arsenal. Premier League Spiel gesehen – check!

Das Stadion

Sonntag hab ich den Rico dann wieder zurück nach Birmingham zum Flughafen gebracht und wir mussten uns wieder verabschieden… allerdings musst ich nicht lange traurig sein, weil ich ca. 30 Minuten später meinen Bruder von den Arrivals auflesen konnte Lächelnd Jaha, der Bub hats doch noch auf die Insel geschafft und es war sooo schön Lächelnd Gab selbstverständlich wieder das Coventry Touri-Programm inklusive Cathedral Tower, einen Tag Birmingham und einen Tag London, waren bei Wetherspoons essen (wo der Jonas auf der Suche nach einer Toilette ganz selbstbewusst in einen Raum mit der Aufschrift „Private“ gelaufen ist, aber da außer Kartons und Krams keine Toilette gefunden hat Lachend), waren mit Artur im Quids und hatten bei allem sehr viel Spaß. In London haben wir dieses Mal die Free Tour mitgemacht. Wird mittlerweile in vielen großen europäischen Städten angeboten, man muss nur Treffpunkt und Zeit rausfinden und kann sich dann was erzählen lassen. In der Tour mit drin waren so die größten Touristenattraktionen Londons, Buckingham Palace, Trafalgar Square, Westminster Abbey, Big Ben, House of Parliament, ... was sehr praktisch war, weil wir dann da schon mal nen Haken hinter machen konnten. Unser Tour Guide war  Rachel, eine sehr enthusiastische, kleine, verrückte Engländerin, die im Nebenberuf Schauspielerin ist und das manchmal ganz schön hat raushängen lassen. Sprich, sie hat sehr viele, lustige, interessante Geschichten über die Royals und die Stadt erzählt, aber manchmal vielleicht einen Tick zu begeistert, sodass sie ab und an auch bissl nervig wurde. Insgesamt allerdings top, die Tour hat drei Stunden gedauert und ich hab unglaublich viel gelernt!

Der Jonas liest! Rachel

Ich war schon ein bisschen traurig als ich dann auch meinen letzten Gast Donnerstag früh wieder zum Flughafen bringen musste, aber gleichzeitig wurde es natürlich allerhöchste Eisenbahn mal ein bisschen was für die Uni zu machen.

Ah ja, die Uni. Same procedure as every year. Haben diesen Term insgesamt 9 Marketing Studenten, was schon mal eine riesen Steigerung zu den 2,5 vom Vorjahr ist! Insgesamt sind die Sportleute ein paar mehr als letzten Term, so 30 bis 35 schätz ich. Und wieder überall her. Canada (drei Profi-Eishockey Spieler, die hier in Coventry spielen), China, Frankreich, Bulgarien, Litauen, Deutschland, England, Griechenland und so weiter. Ganz nett so weit wie man sich bisher kennenlernen konnte. Simon z.B. hat uns alle letzten Freitag zu sich nach Hause zum Fußball gucken eingeladen, was schon echt cool war. Er heißt mit Nachnamen Beckett Lächelnd Für alle, bei denens jetzt nichts klingelt, unbedingt mal die David Hunter Thriller von Simon Beckett lesen!! Die anderen Bücher allerdings sind getrost zu vergessen. Das nur so nebenbei.
Mit Tadas, der aus Litauen kommt, hatte ich schon über den Sommer mal Kontakt wegen meiner Masterarbeit, weil der bei den Worcester Wolves arbeitet (Team der British Basketball League) und ich durch ihn ein paar Informationen bekommen konnte. War ziemlich cool, ihn dann auch so in Echt zu treffen, er hat viel Ahnung und vermisst natürlich sein Heimatland, weil Basketball da einfach mal 1000 Mal populärer und der Basketball in England seiner Meinung nach einfach nur rubbish ist. Na, er muss es wissen und hat glaub ich auch nicht ganz Unrecht…

Bisher bin ich also unimäßig recht zufrieden, hab wieder recht nette Lecturers und viel Arbeit sowieso. Außerdem hab ich mal wieder Probleme meine Module im Internet aufzurufen, die sind da jetzt schon seit über zwei Wochen dran, dieses Problem zu lösen, mal sehen, wie langs noch dauert^^

Einen richtigen Job hab ich noch nicht gefunden, aber ich hab Anzeigen geschaltet, dass ich Deutschnachhilfe geb und wenn sich jetzt bald auch noch Leute melden, die das wirklich ernst meinen mit dem Deutsch verbessern und nicht nur jemanden „zum Reden“ suchen (wie der Abdul aus Dubai, der sich bei mir gemeldet hat^^), dann krieg ich vielleicht wenigstens damit noch ein paar Mark zusammen. Drückt mir die Daumen! Zwinkernd

Oh ja und Cambridge! Hab mich der Erasmus-Gruppe (von der die Hälfte eigentlich gar keine Erasmus-Studenten sind) angeschlossen und bin ihnen auf einen von der Uni organisierten Trip nach Cambridge gegangen. RICHTIG schön da. Erinnert schon hier und da an Oxford, aber das macht wohl die Art der Gebäude und Uni-Dominanz (34 Colleges!). Hatten richtig Glück mit dem Wetter, sind punting gegangen (so nennt man hier eine Art Gondelfahrt auf dem Fluss – dafür ist Cambridge seeehr bekannt) und durch die Stadt gebummelt – auf jeden Fall mal eine Reise wert!

Unser Punter Henri, Igor und Alex Lilly und Lisa

Ansonsten freu ich mich auf nächsten Sonntag, da bin ich Volunteer beim BUPA Great Birmingham Run, einem Halbmarathon, den letztes Jahr Haile Gebreselassie gewonnen hat und dann ist ja auch schon bald Halloween! Ich will ein richtig cooles Kostüm, hab noch nichts Bestimmtes im Kopf, aber es soll richtig original und gruselig werden! Lächelnd

Bis dahin, haltet die Ohren steif!  Cheeeers!

Guess who’s back?

Freitag, 28.09.2012

Hey, it’s me again! Lächelnd

Nach doch recht lang erscheinenden, wunderbaren zweieinhalb Monaten in der Heimat, hab ich mich letzten Mittwoch also wieder voller Vorfreude auf den Weg auf die Insel gemacht. Der Flug war wie immer kurz und bisschen laut (Fly(me may)be Propellermaschine), aber ich bin prima entspannt in Birmingham angekommen. Gepäck holen, kleine Luftbahn fahren, rein in Zug und eine Haltestelle später stand ich schon am Bahnhof in Coventry. Taaaaxi!

Meine neue landlady Jenny war ein bisschen spät (bzw. ich einfach bisschen zu früh…), aber ich wurde trotzdem ich mein neues Haus eingelassen und musste dann nur warten, bis Jenny mit meinen Schlüsseln kam. Insgesamt gibt’s hier so um die 25 Zimmer, verteilt auf zwei Haushälften (wobei ich mich aber eigentlich nur in einer aufhalte), aber die sind nicht alle bewohnt diesen Term, so dass wir insgesamt so 18 Leute sein müssten. Ist noch ein bisschen unübersichtlich, jeden Tag sieht man mal ein neues Gesicht, ah du wohnst auch hier, mhm mhm, aber die meisten hab ich jetzt schon gesehen, glaub ich. Kommen bisher fast alle aus England, bis auf Gabriela, die ist halb Irin, halb Litauerin - und tadaaa, steht deshalb natürlich auch voll auf Basketball Lächelnd

Die ersten Tage war ich dann eigentlich nur am Einkaufen und Organisieren, um mich ein bisschen einzurichten. Kieron hat sich gleich bereit erklärt mich zu begleiten und hat alle meine Einkäufe für mich getragen. Einfach so. Sehr hilfsbereit, der Junge. Aber auch ein bisschen schwierig glaub ich und sehr von sich überzeugt. Mit Becca versteh ich mich auch recht gut, die war die erste, die mir die Tür aufgemacht hatte. Und sie ist auch riesen New Girl-Fan (hab mit New Girl gucken über den Sommer angefangen, ich kanns NUR empfehlen!!), genau wie Matt, der bei mir den Gang runter wohnt, also top! Man merkt schon so, mit wem man wohl gut können wird und mit wem nicht so, aber bisher geben sich natürlich alle größte Mühe und tun nett.

Ne bisschen komische Situation hatte ich auch schon, gleich am ersten Tag. Bin runter in die Küche, hab mir nen Teller gesucht und ein Messer  (weil ich der festen Überzeugung war, dass die Küchen voll von den Vermietern ausgestattet sind) und dann kamen Helen und Craig rein (Pärchen, das über mir wohnt) und ich hab mich bissl mit small talk versucht, aber kam nicht viel zurück und irgendwie war die Situation bissl unentspannt. Naja, ich hab mir nichts weiter gedacht, meinen Toast belegt und bin wieder gegangen. Nen halben Tag später kommt der Kieron zu mir und fragt mich, ob er mir was sagen kann, ohne dass ich mich angegriffen fühl. Hmhm, ja klar. Und dann hat er angefangen zu erklären, dass hier jeder im Haus seine eigenen Küchensachen hat, Teller und Tassen und Töpfe und so und ich hab ganz große Augen gemacht und „aaahhhh!“ gesagt, weil mir wurde so einiges klar. Ich hab dann in die Küche geguckt und Helens und Craigs Schrank mit Zahlenschlössern zugesperrt vorgefunden und dann musst ich erstmal lachen, weil ichs ein bisschen süß fand. Da laufen die also zum Kieron und beschweren sich, dass diese ungehobelte Deutsche einfach ohne zu fragen ihre Sachen nimmt, aber bevor sie einfach zu mir kommen und mir das erklären, sperren sie lieber ihre Schränke zu und petzen beim Kieron. Prima. Der Kieron meinte dazu nur, dass man als Engländer halt so Konfrontationen lieber aus dem Weg geht, man will ja auch keine Gefühle verletzen, aber Vorhängeschlösser machen’s natürlich viiiel besser^^ Lange Rede, kurzer Sinn, ich hab mich ein bisschen unwohl gefühlt bei dem Ganzen, bin gleich wieder zu IKEA einkaufen gerannt und hab mich bei nächster Gelegenheit bei Helen und Craig entschuldigt, dass ich ja keine Ahnung hatte, bla blubb und die waren natürlich suuuuper nett und haben gesagt, ist doch überhaupt kein Problem und seitdem sind die Schränke auch wieder offen. Warum einfach, wenn‘s auch kompliziert geht?

Letzten Samstag war ich dann mit Artur (der Pole, der noch vom letzten Jahr da ist), bei ner chilenischen Unabhängigkeitstag-Party von seiner Spanischlehrerin Alicia. Die ist ziemlich abgefahren, hat regenbogenbunte Haare und ein sehr offenes, herzliches Wesen. Ich hab sie noch nie vorher im Leben gesehen, aber als wir da ankamen, ist sie mir gleich in die Arme gefallen und hat gesagt „oh, I missed you, I missed you!“ und ich hab ein bisschen irritiert geguckt, aber gelächelt und gesagt, „heeey, I missed you, too!“ und Artur war daneben gestanden und hat gefragt, wie, kennt ihr euch? und die Alicia und ich haben uns angeguckt und gesagt, öhm, nö.. :D Oh man. Die Party war einer der abgefahrnsten, auf der ich je war. Ich dachte ja eigentlich, sie ist von Studenten organisiert, waren auch paar da, aber hauptsächlich chilenische Familie und Freunde und Nachbarn. Nebenan haben Somalier gewohnt, die haben einfach mitgefeiert, auch riiiiesen Familie und so wurde über den gemeinsamen Hinterhof von einem Wohnzimmer ins andere getanzt. Außerdem gab’s einen riesen Tisch voller chilenischer Köstlichkeiten und einen magic drink (Punschartig, viel Alkohol drin und Ananaseis!) und ansonsten wurde den ganzen Abend nur getanzt. Es war großartig! Wie im Film. Inklusive dem alten, kleinen dicken Mann, mit getönter Brille und Schnauzer, der fantastisch in den Paten gepasst hätte Lächelnd

Letzten Montag dann gab’s ein 265 St. George’s Road revival! Clem war für einen Tag in der Stadt, weil sie das Wochenende zuvor einen Freund in London besucht hatte und so hab ich mich mit ihr und Jab in Chris‘ neuer Bude eingefunden. Hach war das schön, sind alle noch die alten, wir hatten einen mortz Spaß. Wollten anschließend noch ins Kasbah, aber tadaaa, Jab wurde wie immer der Eintritt verwehrt und wir konnten wieder gehen. Sind dann ins Quids, aber nicht für lange, weil Clem irgendwie nicht mehr konnte und ständig weg war zum Speien (dabei hat sie nur bisschen Wein getrunken, kein Mensch weiß, was in dem Wein war^^) und irgendwann hab ich gesagt, Clem, ich bring dich jetzt heim, keine Widerrede, aus, basta! Hat sie dann auch so akzeptiert.

Einen Tag war ich im Iceland einkaufen und dann kam so ein alter Mann mit Hut zu mir, hält mir eine Milchflasche vors Gesicht und murmelt irgendwas in seinen langen Bart, was ich leider nicht mal ansatzweise verstehen konnte. Also hab ich nachgefragt, aber er hat, schon ein bisschen ungeduldiger, noch mal genauso rumgemurmelt und dann hab ich irritiert geguckt und er hat wieder was gesagt, was ich nicht verstanden hab. Also hab ich, weil ich nicht nochmal nachfragen wollte, einfach gesagt: „Well, that’s milk.“ Und er, no no no, und deutet auf irgendwas und wurde schon langsam ein bisschen böse und dann hab ich gesagt, „aaahm, four pints!“ Und er wieder no no no und dann hab ich einfach angefangen die ganze Milchflasche vorzulesen, bis ich beim date of expiry war und gesagt hab „30 September“ und er „aaah“ und war endlich zufrieden. Jesus.

Grad läuft noch die Fresher’s week, was bedeutet, dass der ganze Campus brechend voll mit Ständen und Flyernverteilern ist, man kriegt viele Gutscheine und viel umsonst und eine Party jagt die nächste. Hatte ich im Januar ja nicht, deswegen nehm ich’s grad bissl mit. Ist schon nett. Hab dank Artur ganz viele neue Erasmus-Studenten kennengelernt, die jetzt alle erst neu anfangen, was echt ziemlich cool ist, weil man theoretisch eigentlich keinen Abend allein daheim sitzen muss. Irgendwer hat immer Zeit. Ich kann schon mal sagen: Es ist definitiv hundert Mal einfacher im September als im Januar anständige Leute zu finden Lächelnd

Am Samstag kommt mich die Barbara aka der Bob aka Misti besuchen und ich freu mich schon sehr. Uni geht dann auch nächste Woche los, aber ich hab noch keinen Plan. Da lassen die sich wie immer Zeit, letztes Mal wurde ja auch 12 Stunden vorher alles nochmal umgeschmissen, insofern mach ich mir da keine Gedanken.

Hatte also bisher eine ziemlich ordentliche erste Woche hier, bin überaus zufrieden mit allem und wenn jetzt auch noch bald endlich meine Heizung repariert werden würde, könnte ich aufhören, in meinem Zimmer drei Pullis übereinander anzuziehen zu müssen.

Cheers folks, more news coming up soon!

Z wie... Zwischenfazit

Sonntag, 08.07.2012

Ha, hat alles noch genauso geklappt, wie ich‘s wollte. Ich bin nicht als Letzte ausgezogen, ich hab genau 24 Stunden vor meiner Abreise noch meinen neuen Mietvertrag unterschrieben und außerdem war ich noch das ein oder andere Mal im Quids Inn und hab da meine letzten Pfund im Bier und der Jukebox gelassen. Jetzt bin ich seit knapp vier Tagen wieder in Deutschland und will zur Sommerpause gerne noch ein mini Zwischenfazit ziehen.

First things first: I saw the olympic flame Lächelnd Hab mich mit letzten Sonntag mit Ewa, Artur, Claudia und Alex vorm Phoenix getroffen (Artur kam eigentlich viel zu spät, aber hat ihm nicht Leid getan, er meinte nur „I’m not used to punctual girls“ Lachend) und los ging‘s in den War Memorial Park, wo die Fackel am Abend ankommen sollte. War ganz schön was geboten da, riesen Bühne aufgebaut, Sponsorenstände, alles bunt und gaaaanz viele Menschen, so was hab ich in Coventry noch nicht gesehen! War prima, gab Coke (in ziemlich coolen Flaschen) und cereal bars für umsonst und überall sind Verkäufer rumgelaufen die ihre Union Jack Hüte und  „I saw the flame“- Flaggen loswerden wollten. Waren uns dann noch ziemlich lang die Füße in den Bauch gestanden, bis sie dann auch endlich an uns vorbei getragen wurde, die Fackel. Ich hab ein 39 Sekunden Video gemacht, so lange hat der Spaß im Endeffekt gedauert, aber irgendwie hat sich’s natürlich trotzdem gelohnt!

Ewa und Artur

Merkt man schon, die Leute hier freuen sich auf Olympia. Auch in Coventry hängen die ganzen hässlichen Hochhäuser mittlerweile mit riesigen Welcome to Coventry-Olympia-Bannern voll, die Straßenlaternen sind auch damit gesäumt und jede Werbung, die man so im Fernsehen sieht, ist von irgendnem olympischen Sponsor oder Supplier - es geht also wirklich bald los! Ein bisschen Schade ist es natürlich schon, dass ich das ganze Spektakel verpasse, aber wenn man kein Ticket hat, geht einem womöglich das ganze Trara auch mal schnell auf den Geist… Touristen, Touristen, Touristen, ihr wisst schon Zwinkernd

Tja und ne neue Bleibe hab ich eben auch. Das mit den Apollo House Leuten hat leider nicht geklappt, was aber in Endeffekt auch nicht sooo schlimm war. Ich war mal drin im Haus und es war schon cool so, richtig groß und riesen Wohnzimmer und riesen Garten, aber im 1. Stock z.B. gibt’s ein Bad (bzw. mehr nur ein Zimmer, das aus einer Badewanne besteht, mehr hat jetzt auch nicht reingepasst), da sollte man aber nicht drin duschen, sonst läuft das Wasser direkt durch die Decke in die Küche und streift ein paar Kabel, so dass, wenn man in der Küche das Licht anmachen will, nen richtig ordentlichen Stromschlag bekommt. War auch witzig, wenn man in der Küche steht und nach oben guckt, sieht man richtig den Umriss von der Badewanne an der Decke, so angelaufen ist es. Aber das jetzt nur so nebenbei…

Ich bin also zwei Tage vor meiner Abreise zu meiner Wohnungsagentur Futurelets gestürmt und hab gesagt, ich brauch ein Haus und zwar jetzt sofort!! Hmm, ja, hat man mir gesagt, kann mir morgen noch was angucken und theoretisch danach auch noch alles fertig machen mit Vertrag und so, aber könnte bisschen über mein Budget gehen. Ja klasse!

Weil ich schon irgendwie wusste, dass das alles eh wieder nichts wird mit dem Saftladen, hab ich den ganzen Tag noch rumtelefoniert und noch nen anderen Termin klar gemacht. Zum Glück! Am nächsten Morgen ruft mich nämlich die Tussi von Futurelets an und meint, hmm, kannst du vielleicht auch morgen?? Nee, da sitz ich leider schon im Flieger, du dumme Kuh, hast du nicht aufgepasst??? Well, well, hab ich gedacht, vielleicht ist der eine Termin ja was. Und war er dann auch!! Ein riesen Haus, 20 Zimmer, 15 Bäder, wird von nem süßen, älteren Ehepaar betrieben, ist bezahlbar, in meiner absoluten Traumgegend und es kommt sogar einmal in der Woche jemand, der die Küchen und Bäder putzt! Full House würd ich mal sagen! Ab Januar muss ich mir halt jemanden suchen, der mein Zimmer übernimmt, aber selbst wenn ich niemanden find, lassen sie mich nicht dumm da stehen, haben sie gemeint. Man, war ich danach glücklich, aber so was von!!! Endlich raus aus dem gefährlichen Stoke-Ghetto.. und Chris zieht auch noch bei mir um die Ecke in Liberty Park, also top! Lächelnd

Meinen letzten Abend hab ich mit Ewa und Artur im Quids verbracht. Wie immer war’s natürlich sehr lustig, aber ich hab schon gemerkt, es wird Zeit zu gehen, weil es war sooo leer im Quids! Traurig war das! Aber mit Ewa und Artur wird’s nie langweilig. Artur erinnert mich manchmal bisschen an den Lubos, meinen damaligen tschechischen Austauschschüler. Er lässt sich zum Beispiel grad die Haare wachsen, is ne Wette, wer zuerst abschneidet hat verloren. Es geht um 1 Zloty Lächelnd Außerdem kann er tanzen wie Elvis. Und er kann Sätze auf Deutsch wie das ist eine Überraschung für dich, Papiere bitte, jaja, klar, natürlich und Schmetterling weiß er auch. Er und Ewa (sie kommt auch aus Polen) haben sich mal auf Deutsch „unterhalten“, ich hab mich tot gelacht Lachend Die sind mir da echt meilenweit voraus, ich kann nicht viel polnisch, außer kurwa, aber wer kann das nicht Lachend

Ich hab den Quids Barkeeper mal gefragt, wie das so ist mit Arbeiten da, weil das wär mein absoluter Traumnebenjob für den nächsten term, im Quids hinter der Bar zu stehen Lächelnd Er meinte, hmm, ist nicht sooo einfach genommen zu werden. Ja, wie hast DUs denn dann geschafft hab ich mir gedacht, habs dann auch laut gesagt, aber er meinte nur, ah, family, family. Na gut. Ich werds auf jeden Fall mal versuchen Zwinkernd

Tja, was kann ich sonst sagen über dieses Coventry? Es ist keine Traumstadt, aber hat seine schöne Ecken und als Student hat mans schon recht schön hier. In erster Linie macht‘s einfach Spaß. Ich hab ein bisschen gebraucht, bis ich die richtigen Leute getroffen hab und die coolsten hab ich mit Artur und Ewa und Ofza und Raphael usw.  leider einfach ZU spät getroffen, aber trotzdem gerade noch rechtzeitig Zwinkernd Und auch, wenn keiner von denen mehr da ist, wenn ich wieder komm, glaub ich schon, dass man mit dem einen oder anderen Kontakt hält. Im November gibt’s wohl wenigstens ein kleines Revival, da schlagen dann alle (hoffentlich!) nochmal zur Graduation auf!

Ansonsten gewöhnt man sich ja bekanntlicherweise an alles und passt sich ja auch hier und da gerne an. So werd ich jetzt wohl mein ganzes Leben lang sorry sagen, wenn mich einer im Supermarkt anrempelt, ich komm nicht mehr pünktlich zu englischen Terminen, weil das nur Zeitverschwendung ist, ich rechne damit, dass, egal, ob es um Uni- oder Bank- oder Wohnungssachen geht, eh nicht aufs erste Mal klappt und länger dauert, ich denk mir nicht mehr, Gott, was hat DIE denn an, weil der Style hier halt einfach so ist und es  dadurch auch nie jemanden interessiert, wie man selbst rumläuft und ich hab immer eine Jacke und einen Schirm dabei - und das eigentlich nie umsonst! Ich bin froh, dass das Jahr noch nicht vorbei ist und ich noch mal wiederkommen darf!! Ich mag Coventry und ich mag England! Lächelnd

Cheerioooo fellas, enjoy yourselves and read me again back in September!!!

Safe, safe, safe, safe, safe, ...

Dienstag, 26.06.2012

Unglaublich aber wahr, in acht Tagen sitz ich schon wieder im Flieger Richtung Deutschland für den Sommer-Heimaturlaub. Das wird wieder die typische Geschichte mit dem lachenden und dem weinenden Auge… ich freue mich sehr auf Deutschland, aber ich kann‘s auch noch nicht so richtig fassen, dass das erste Kapitel Coventry schon vorbei sein soll. Immerhin folgt ab September ja noch eins, nur dass es da eben von vorne losgeht. Neues Haus, neue Mitbewohner, neue Kommilitonen… wird also noch mal spannend Lächelnd

Vor so ca. zwei Wochen ist Clem ja ausgezogen, allerdings natürlich nicht, ohne es vorher noch mal anständig krachen zu lassen! Es war die erste und einzige und auch letzte Nacht, wo sie und Chris und Jab und ich, nur wir vier, zusammen ein bisschen feiern warn. Oder auch ein bisschen mehr…  und es war echt witzig, nur Clem war schon betrunken, bevor wir andern überhaupt nur einen Schluck hatten, deswegen wurde sie auch schon sehr früh am Abend sehr emotional. Nichtsdestotrotz haben wir‘s gegen Mitternacht doch noch geschafft, das Haus zu verlassen und weil Kasbah zur Zeit wieder nicht klappt, weil Jab immer noch Probleme da hat (er wurde letztes Mal schon wieder aufgefordert zu gehen, diesmal war‘s aber wirklich eigentlich nicht seine Schuld, blöde Geschichte, der Junge hat einfach kein Glück…), sind wir im JJ’s gelandet. Ab da wird’s schon bisschen neblig, ich glaub, Chris und Jab waren ziemlich enttäuscht, weil in dem Schuppen ungefähr 10 Mädchen waren und der Rest alles Typen Lachend Gegen 4 waren wir daheim und haben die Musik laut aufgedreht und Jab hat „Hero“ von Enrique Iglesias zum Besten gegeben, bis es so richtig krass laut an der Tür geklopft hat. Und es hat auch nicht aufgehört!! Klopfen is eigentlich total untertrieben, brutal dagegen schlagen/treten trifft es besser. Also hab ich mit Jab die Tür aufgesperrt und waren unserem chinesischen Nachbarn gegenüber gestanden.  Der hat bitter-böse geguckt, immer hektisch auf sein Handgelenk getippt (an dem wohlgemerkt keine Uhr hing) und zehn Mal hintereinander „What time is it??, What time is it???“ gefragt. „It’s 5am“, hab ich gesagt und wollte ihm nett und freundlich erklären, dass es uns natürlich Leid tut, die Musik jetzt aus bleibt und wir ruhig sind, wir nen Abschied feiern, etc, nur Jab hat alle meine Deeskaltionsversuche zerstört und zurück geschrien, das hier ist sein Haus und es ist Freitag und da kann er machen, was er will und er kennt seine Rechte und bla bla, blubb und er war auch einfach nicht zurück ins Haus zu zerren und mir ist das alles immer unangenehmer geworden und dem Nachbarn wohl auch, also is er, immer noch böse guckend, in sein Häuschen zurück gegangen und hasst uns jetzt wohl für die Ewigkeit.  

Um 6 sind Clem und Jab Zigaretten kaufen gegangen, Chris ist ins Bett und ich hab mir aber gedacht, nee, schlafen lohnt sich nicht so richtig, weil um halb 8 musste die Clem schon los zum Bahnhof. Also hab ich ihm Wohnzimmer auf die anderen gewartet und mich gefreut wie ne Dreijährige als ich gesehen hab, das Pingu im Fernsehen läuft! Lächelnd

Die Nacht war also lang, Clems Abschied sehr traurig und der nächste Tag hat quasi nicht existiert.

Die Woche drauf habe ich erst mal weiter organisiert und mir drei Häuser für September angeguckt. Die ersten zwei, hm, ja da find ich eigentlich gar keine Worte für. Also, so vom Haus her war‘s schon gut, jeweils acht Zimmer und Küche und Wohnzimmer und alles da, aber es war soooo vermüllt, des war unglaublich. Auch, wenn mir natürlich versichert wurde, dass das alles noch sauber gemacht wird und so, war schon bisschen abschreckend. Kann ja schließlich passieren, dass ich mit sieben Drecksspatzen zusammen komm, weiß ja keiner^^ Ich konnte mir echt nicht vorstellen, wie Leute da noch wohnen konnten, aber sie taten es!! Das zweite Haus war auch dreckig, aber schon besser, naja, das wird wohl auch so mein Notnagel Haus.

Das dritte war von ner anderen Agentur, war so schon ganz gut, nur leider vermutlich nicht für nur 5 Monate bewohnbar. Also konnt ich mir das auch abschminken. Was aber vielleicht auch nicht so schlimm ist, ich glaub, es war ziemlich verschimmelt…

Jedenfalls hab ich jetzt immer noch keine neue Bleibe, ganz viele sagen gleich nein, wenn sie wissen, dass ich nicht bis nächsten Juni bleib, oder es ist zu teuer oder am Ende der Welt…  vielleicht hab ich Glück und kann mit Daniel und den Apollo House Leuten einziehen, das wird sich die Woche noch entscheiden.

Ganz viel Fußball hab ich auch geguckt Lächelnd Jab war paar Tage nicht da, so dass ich mal wieder mit Chris allein war und mit Chris Fußball gucken ist einfach göttlich! Also erstens mal kennt er sich gut aus und weiß recht viel und dann regt er sich immer so schön auf, auch wenn er ja eigentlich kein Team so richtig supportet, aber er will halt auch einfach nur Tore sehen. Überhaupt ist mir wieder aufgefallen, wie entspannt es ist, wenn nur der Chris und kein Jab da ist, die beiden in Kombination sind einfach manchmal bisschen anstrengend.

Aber nach dem vielen Fußball und immer bisschen Dissertation konnt ich mich schon wieder freuen und letzten Dienstag meine nächsten Besucher vom Flughafen abholen. Mami und Papi waren am Start Lächelnd Und wir hatten sooo eine schöne Woche! Hab ihnen natürlich erst mal mein Häuschen gezeigt und Chris konnten sie so auch kennenlernen, der war sehr putzig („Nice to meet you, Sir!“) und so ein kleines bisschen eingeschüchtert, wie ich‘s mir halt schon vorher vorgestellt hab. Nach nem kleinen Stadtrundgang gab‘s noch was zu Essen und dann ging‘s zu Wetherspoon‘s zum Fußball gucken, England gegen Ukraine. Übrigens sei an der Stelle erwähnt, dass die Engländer diese EM wesentlich weniger hypen als wir Deutschen, keine Fanmeilen, kaum Flaggen, kaum Trikots, also man merkt jetzt nicht so richtig, dass EM ist. Das Wetherspoon‘s wurde diese Woche auch so mehr oder weniger zu unserem Wohnzimmer, früh haben wir da immer zusammen gefrühstückt, öfter auch abends mal gegessen und Fußball geguckt und Bier getrunken. Es verging quasi kein Tag, an dem wir da nicht waren Lachend Mittwoch sind wir noch in Coventry geblieben, natürlich auf den Cathedral Tower gestiegen (da war ich jetzt zum vierten Mal oben^^) und haben den Nachmittag im War Memorial Park verbracht. Da hatten wir nämlich auch noch mehr oder weniger Glück mit dem Wetter, jedenfalls war‘s sonnig und kein Regen.

Am nächsten Tag war das schon bisschen anders, wir sind nach Birmingham gefahren und haben da schon ziemlich oft den Schirm aufspannen dürfen. Aber in Städten ist das ja immer alles halb so wild, es gibt da ja auch viele Läden, in denen man kurz trocken kann und wie wir so kurz mal ohne Regen am Kanal entlang schlendern, hat die Mama dann das Sealife entdeckt. Aaah, Sealife, ja, ich will jetzt Fische sehen, hat sie gesagt! Also haben wir uns zwischen Eltern und Kinderwägen und Kindern in die Schlange gestellt und drei Tickets für‘s Sealife gekauft. Und es war echt toll! Das beste war das 4D Kino, da hat eine Schildkröte quasi ihre Lebensgeschichte und Abenteuer erzählt und weil‘s ja nicht nur 3 sondern 4D war, hat man dabei sogar den Wind im Gesicht gespürt und ist mal bisschen nass geworden und um die Füße ist einem auch wieder was gegrabbelt, also es war großartig! Und süüüüß, bisschen wie Nemo halt Lächelnd
Weil ich am nächsten Tag Geburtstag hatte, durft ich mir auch schon paar Geschenke aussuchen und das geht in Birmingham ja schon recht gut… Lächelnd Abends waren wir noch im Shakespeare Essen, der Papa wollte das Thai Green Chicken Curry und die Mama und ich das halbe Hühnchen. Das gab‘s aber leider nicht mehr, also haben wir gesagt, nehmen wir halt beide auch das Chicken Curry, das gab‘s dann aber nur noch zwei Mal. Also hab ich halt nen Burger gegessen und als Entschädigung gab‘s ne Runde Bier umsonst, also top, man müsste das immer so machen!!!

Freitag ging‘s dann so zur Feier des Tages nach London Lächelnd Es ging schon gut los, wie wir im Zug gesessen waren musst ich mal zur Toilette und die Zugtoiletten sind hier schon so ähnlich wie in manchen DB Zügen, mit so halbrunden Türen, die sich so aufschieben, nur dass das Auf- und Zumachen hier per Knopfdruck passiert. Also war ich in dem total vollgestopften Zug vor der Klotür gestanden und hab auf den Aufknopf gedrückt und dann schiebt sich die Tür auf und alle Leute die vorm Klo gesessen waren, konnten auf den nackten Hintern eines Mannes blicken, der erschrocken vom Toilettendeckel aufsteht und sich hektisch wieder nach dem Zumachknopf streckt. Uuuuuppss, naja, ich hab sorry, sorry gerufen und mir das Lachen verkniffen, die Tür ging wieder zu (aber mehr so mit der Schnelligkeit einer Aufzugtür…) und dann hat der Mann innen drinnen wohl auch den Knopf zum Zusperren gefunden und ist erst mal 10 Minuten nicht aus der Kabine gekommen.

Als wir in London angekommen sind, ging‘s erst mal Richtung London Eye, weil da war ich ja immer noch drauf gewesen und weil sich das Wetter von seiner besten englischen Seite gezeigt hat (so die Kombination aus Regen und Sturmböen, die einem regelmäßig den Schirm umstülpen), dachten wir, ist bestimmt auch nicht viel los. So war‘s dann auch, hat höchstens 20 Minuten gekostet mit Ticket kaufen und anstellen und dann konnt ich auch London endlich mal von oben sehen Lächelnd Danach sind wir Richtung Trafalgar Square geschlendert, haben in einem Kaffee Geburtstagskuchen gegessen (Black Forest Cake J) und uns weiter auf Richtung Oxford Street gemacht. Allerdings hab ich gar nichts mehr gekauft, das einzige, was ich wirklich noch gebraucht hätte, wär ne Hose gewesen, aber da gab‘s einfach keine, die gleichzeitig schön war UND gepasst hat. Joa und nach Covent Garden und Abendessen in einem der vielen Nicholsen’s sind wir wieder Richtung Euston Bahnhof gefahren.

Der Zug nach Coventry war wieder gestopft voll, wollten uns zu nem Mann in nem Vierer mit Tisch setzen, aber der hat gesagt, nee, ist besetzt. Das hat er auch zu allen anderen gesagt, die sich hinsetzen wollten, bis eine Frau mit zwei kleinen Kindern kam und zu denen gesagt hat, sie sollen sich da hinsetzen und der Mann hat bisschen gequält geguckt und sich dann aber nicht getraut, was zu sagen, so dass die da einfach sitzen geblieben sind. Wir waren daneben im Gang gestanden und hatten ordentlich was zum lästern. Erstensmal nämlich ist überhaupt niemand mehr gekommen, für wen der Mann die Plätze hätte besetzen können. Und dann war die Mutter der Kinder eine ganz furchtbare, nervige, gestresste, pausbäckige Person mit verflucht engstehenden Augen, die die Atmosphäre im ganzen Abteil ein wenig unentspannt werden ließ. Die Kinder waren nämlich eigentlich sehr brav und süß, aber sie durften GAR NIX! Selbst als sie nur die Gegend draußen beobachtet und mit ihren zarten Stimmchen „Cow!“ gerufen haben, wurden sie sofort niedergesssssschht! Es war so bisschen tragisch komisch, aber im Endeffekt doch sehr unterhaltsam.

Das Deutschlandspiel haben wir durch die Zugfahrt leider verpasst, aber Chris hat mich Score-technisch auf dem Laufenden gehalten Lächelnd Er hat mir zum Geburtstag übrigens einen Zettel geschenkt, auf dem 15 Mal safe und untendrunter from Chris steht, das sagt er sehr gerne in letzter Zeit.

Samstag haben wir dann so bisschen langsamer angehen lassen und wollten ursprünglich nach Stratford upon Avon zum Shakespeare, aber weil das mit Zug und Bus bisschen blöd war, sind wir spontan nach Oxford gefahren, da war ich ja noch nicht gewesen. Und es ist schööön da! Echt, verflucht schön. Die Uni dominiert halt schon sehr, man merkt gleich, hier gibt’s Bildung und Intellekt Zwinkernd Die Innenstadt ist auch sehr hübsch und es gibt da sogar Hosen, die gleichzeitig schön sind und passen Cool Nachträglich hab ich erfahren, dass in Oxford auch Tolkien begraben ist, ist aber bisschen außerhalb vom Stadtkern.

Tja und Sonntagabend mussten wir natürlich noch in unserem Wohnzimmer England gegen Italien gucken. Jaja, tragisch mit diesen Engländern und ihren penalties, ich hätte mich schon gefreut, Deutschland gegen England im Halbfinale zu sehen! Danach bin ich noch ins Quids, weil Ofza, einer von den Polen seinen letzten Abend in Coventry hatte und als ich so reinkomm sitzen erst mal Chip und Chap vor der Bar (so hat mein Vater Chris und Jab getauft, ich finds ehrlich gesagt ziemlich passend und großartig!) und waren traurig, weil England verloren hat. Dann hab ich erst mal Ofza gesucht und bin Mikki, meinem einen Sportmanagement Kameraden in die Arme gelaufen, der mich dann erst mal zu seinem Tisch gezerrt hat, weil seine Frau da war und ich die unbedingt kennen lernen sollte!! Also gut, hab ich gesagt, aber lass mich doch endlich erst mal ein Bier kaufen! Waren noch mehr Sportis da, es war auch sehr lustig mit denen, aber irgendwann hab ich gesagt, so, ich muss jetzt mal meinem ursprünglichen Plan folgen und hab mich zu Ofza und den anderen gesetzt. Ja und wie das halt so ist, wenn man sagt, ok, auf EIN Bier komm ich vorbei, bleibt natürlich nicht bei dem einen, aber es blieb so grad noch im Rahmen Zwinkernd

Am nächsten Morgen hab ich dann noch ein letztes Mal mit meinen Eltern in unserem Wohnzimmer gefrühstückt und sie danach nach Birmingham zum Flughafen gebracht.

Fazit der Woche: Auch ihr dürft gerne wieder kommen, liebe Eltern!!!

Meine vorerst letzte Coventry Woche werde ich nun mit Fußball gucken und an der Dissertation arbeiten verbringen, noch den ein oder anderen Leuten Tschüß sagen, meinen Auszug organisieren und hoffentlich nen neuen Mietvertrag unterschreiben^^ Jab geht wohl auch nächste Woche und Chris am Wochenende nach mir, ich will nur nicht die letzte sein, die auszieht!!! Sonst hab ich den ganzen Dreck zum Saubermachen, ne ne, also echt nicht! :P

Cheers folks, machts guti!! Ein letztes Mal rühr ich mich bestimmt noch vor der Sommerpause!! 

"Ich könnt wetten, wir machen zu und DANN kommt Nessie!" Part2

Montag, 04.06.2012

Und wir hatten mal wieder Internet!! Oh man, ich bin ja eigentlich nicht so, vor allem nicht im Urlaub, aber es sind doch Playoffs, und ich war mir zwischendrin überhaupt gar nicht mehr sicher, wann Bamberg jetzt spielt, geschweige denn, WIE sie spielen. Ich hatte zwar vorher extra noch nen Surfstick gekauft, von O2, hat angeblich das beste Signal, aber ha, Pustekuchen, das hat einfach mal eigentlich nie funktioniert.

Penzance ist zwar gar nicht sooo klein, hat so 6000 Einwohner, aber man ist trotzdem recht schnell durch. Bis auf die Strandpromenade haben sie sich da jetzt auch nicht so viel Mühe gegeben fanden wir, aber die Palmen habens wieder wettgemacht Zwinkernd

Haben dafür am nächsten Tag ein bisschen die Gegend erkundet, in Land’s End Ponys gestreichelt, uns an den beach in Portcurno gelegt und einen klitzekleinen Ausschnitt vom Minack Theatre gesehen. Auf dessen Parkplatz auch ein Bamberger stand Lächelnd Das Theater muss aber echt cool sein, weil es ist so direkt in die Klippen gehauen, also direkt am Meer. Nur, weil da grad ne Vorstellung lief, konnten wirs nicht richtig sehen. Eigentlich wollten wir dann noch zu St. Michaels, das liegt quasi auf ner kleinen Insel und wenn Ebbe ist, kann man rüber laufen, aber bei uns war leider grad Flut und wir waren auch schon zu spät, so dass auch kein Boot mehr gefahren ist. Also haben wirs nur von weitem gesehen, aber war auch hübsch.

      

Abends sind wir dann ins Navy Inn Essen gegangen und das war ziiiemlich fein da. Es gab gutes, local beer und war urgemütlich da! Und das Essen erst! Ich hab Schweinelende gegessen, auf Süßkartoffelpüree und die Schweinelende war noch bisschen rosa, so wie ichs ja eigentlich gar nicht mag, aber sie war köstlich!! Dem Rico sein Rind war noch ziemlich blutig, aber der kann so was ja eh ab Zwinkernd

Ha und vorher sind wir noch übers Race for Life gestolpert, wird von Tesco untersützt, quasi ein Lauf gegen Brustkrebs. Hunderte junge und alte Frauen in pinken, teilweise mega originellen Outfits sind uns entgegengerannt gekommen!! Wir dachten zuerst schon, vielleicht tragen die hier ja grad die olympic torch durch, aber die hatten wir leider schon um ca. 1 Woche verpasst.

Für den letzten richtigen Ferientag hatten wir uns noch mal Inseln vorgenommen: Es ging auf einer 2eindreiviertel Stunden Bootsfahrt auf die Isles of Scilly (scilly, nicht scully, baby Zwinkernd)! Unberührte Natur, Bird watching, Kühe und Schafe und mittendrin ein Bavarian Kaffeehaus, mit Schinkenbrot und Bretzeln und Apfelstrudel Lächelnd Da sind wir kurz eingekehrt und ich hab mal wieder a echte Bretzel mit Butter und ne Apfelschorle getrunken! Einfach klasse!

Ansonsten bestehen die Isles of Scilly aus mehreren kleinen Inseln, wir waren so auf der größten und am besten zu erreichenden, St. Mary’s , aber auf anderen soll es noch subtropische Gärten und laaange Sandstrände geben. Mussten aber am Nachmittag schon wieder mit dem Boot zurück, man ist ja auch ne Weile gefahren. Waren zum Abschiedsessen in der Dolphin Taverne, haben wieder hervorragend gespeist und sind mit ein bisschen roten Köpfen irgendwann zurück ins unser B&B geschlichen. Obwohls nämlich eigentlich keine Sonne mehr am Himmel gab und es den ganzen Tag bewölkt gewesen war, hatten wir beide ein bisschen Sonnenbrand im Gesicht. Also ich eigentlich nicht nur ein bisschen, ich war richtig rot. Also noch röter als sonst schon. Aber jetzt ist es braun.

Tja und zack war Freitag und es ging wieder zurück nach Coventry. Ein Hoch auf Bee! Er hat die ganze Zeit prima durchgehalten.. bis zur Asda in Coventry. Da wollten wir noch mal tanken und was einkaufen und war aber alles voll und ich musste warten und hab den Motor ausgemacht und als ich vorfahren wollte und den Schlüssel wieder umgedreht hab, hat Bee keinen Mucks mehr gemacht. Gar nix. Von jetzt auf sofort. Tja, dann waren wir da erst mal bisschen blöd gestanden, zwischen Autoschlangen und nichts ging mehr, aber sind ja alles so höflich hier, hat nicht lang gedauert und dann haben ganz viele mitgeholfen, Bee aus dem Weg zu schieben. Dann erst mal Batterie gecheckt, ADAC angerufen, hier geguckt, da geguckt (ich bin bei so was ja wahnsinnig hilfreich…), aber bevor der ADAC kommen konnte, hat der Rico sich untern Bus gelegt, den Fehler gefunden und tadaaa, Bee ist wieder angesprungen! Richtig abgefahren war das! J Also konnten wir noch in Ruhe einkaufen und tanken und die letzten 2km zu mir nach Hause fahren… Ole!

Fazit: Schottland ist wunderschön, es ist richtig warm da (Lächelnd), regnen tut’s nie und die Leute sind furchtbar nett und reden sehr süß. Und sie haben kein richtiges Geld, nur Monopoly-Spielzeuggeld, aber damit kann man auch überall bezahlen! Ich mag die Schotten!

All good things come to and end und Samstag Früh ist der Rico dann wieder nach Deutschland abgehauen und ich darf jetzt so langsam anfangen, mich mit meiner Dissertation zu beschäftigen… wird bestimmt bald ruhiger hier, Clem zieht nächsten Samstag aus und dann bin ich erst mal mit den Jungs allein. Freitag wollen wir aber alle noch mal zusammen nach Birmingham und feiern, uh wei, das gibt wieder was!

Stay tuned, folks! And come to visit Scotland, it’s awesome!

Cherrio!

"Ich könnt wetten, wir machen zu und DANN kommt Nessie!"

Montag, 04.06.2012

I’m back from Scotland! 2 great weeks in scotland!

Aber um mal alles chronologisch richtig aufzurollen, muss ich nochmal ca. vier Wochen zurückgehen. Wow, vier Wochen, kommt mir total irre lang vor!

Letztes Mal war ich ja schließlich noch mitten in meiner Exam-Phase. Und es wurde auch von exam zu exam einfacher. Eins davon war auch open book, das bedeutet, man konnte seine Aufzeichnungen, case studies, alles mit in die Klausur nehmen. Was aber nichtsdestotrotz nicht bedeutet, dass man deswegen auch alles richtig hat, eh klar. Aber war natürlich entspannter in der Vorbereitung.

Und dann war da noch die Strategic Management Präsentation mit meiner Sporti Gruppe – eine strategische Analyse der New York Yankees. Oh wei… also so ne verplante und unstrukturierte Präse hab ich noch nie gehalten Lachend Erst mal hat ja schon Arjun gefehlt, der ist schon wieder in Indien für sein Praktikum und der hatte seinen Teil der Präse nur auf Tonband aufgenommen, das wir dann fast nicht mehr abspielen konnten, weil wir zeitlich schon maßlos drüber waren. Außerdem ist uns fünf Minuten vorher aufgefallen, dass wir eine ziemlich wichtige Folie vergessen hatten, die musste dann auch noch schnell gebastelt werden. Aber auch schlechte Präsentationen haben mal ein Ende und Da, unser lecturer, war verhältnismäßig großzügig und meinte, er hat schon schlechtere gesehen… na dann.

Außerdem lagen zwischen den exams und Schottland noch ein paar Besuche im Quids Inn,

viel Quatsch mit Clem und dem Karton

 

und tjaha, dann war ich ja noch mit Piotr beim Basketball. Und es war echt witzig! Zuerst hat England gegen Schottland gespielt, aber nicht das richtige Nationalteam (hoff ich!!), sondern mehr so ne Auswahl, mehr oder weniger junge Spieler und dem Niveau nach, selbst für England und Schottland, KANN es einfach gar nicht die A-Nationalmannschaft gewesen sein. Wenig, bzw. gar keine Systeme, nur run and gun, bisschen so wie College Basketball irgendwie. Wir dachten uns mal, wir supporten Schottland, weil deren Anhänger waren verständlicherweise in der Minderheit. England ist am Anfang ziemlich davongerannt, oder sagen wir mal, Schottland war einfach unterirdisch schlecht, aber es wurde ausgeglichener mit der Zeit. Am Ende hieß es trotzdem 88:76 für England.

Was bisschen irritiert hat, der Hallensprecher hat nicht nur Punkte und Spieler angesagt, er hat die ganze Zeit das Spiel kommentiert. Hat er ja auch gekonnt, aber wo gibt’s denn so was??? Na ja, aber man hat sich dran gewöhnt.

Danach kam dann das BBL Playoff Finalspiel, Newcastle gegen Leicester. Das war schon bisschen besser so vom spielerischen Können her, aber immer noch nicht vergleichbar mit der deutschen BBL. Ich würde sagen, so Pro B, zum Sprung in die Pro A Niveau. Vielleicht auch schon Pro A. Aber man muss dazu sagen, das waren die zwei BESTEN Teams der Saison! Wie spielt denn dann der Tabellenletzte??? Die Freiwurfquote lag gefühlt auf beiden Seiten bei so 30%... Trotzdem, das Spiel war spannend bis zum Schluss, Newcastle hat aber am Ende den Sack zu machen können und damit die vierte Meisterschaft aus den letzten 5 Jahren einfahren können.

 

Die Halle war sogar relativ voll, ca. 6000 passten rein und waren auch viele, echte Fans da, die ganz gut für Stimmung gesorgt haben. Und mega viele Kids! Echt, alles voller Kinder. Wir waren uns nicht sicher, ob das hier halt so ist, oder obs vielleicht auch die ein oder andere Schulaktion gab, um die Halle vollzubekommen.

Ansonsten hätte ich jetzt gesagt, die machen das gar nicht sooo schlecht mit dem Basketball da drüben, aber es gibt noch gewaltig Luft nach oben. Wer braucht Hochglanz-Spieltagshefte, die für die verlangten £5 natürlich kaum einer wollte und baut dann aber einen Merchandising-Stand auf der SO aussieht:

 

Na ja, ich beschäftige mich in meiner Dissertation ein bisschen damit, vielleicht find ichs ja noch raus…

Nach meiner letzten Klausur hab ich mich dann erst mal prächtig angestrengt, alles Gelernte wieder zu vergessen und mir ein bisschen Bier ins Bier gekippt… Der Abend war großartig Lächelnd Ich hab mit den Leuten ausm Apollo-House im War Memorial Park gestartet, einem echt schönen und ziemlich riesigen grünen Fleck in Coventry, der auch ziemlich weit von mir entfernt ist, aber der Weg hat sich gelohnt. Später hab ich dann Clem und ihre Freundinnen im Kasbah aufgegabelt und ab  da wird alles schon so bisschen schwammig. Wir waren da eigentlich gar nicht so lang, gegen halb 3 haben wir uns wieder auf zurück in die 265 St. George’s Road gemacht und einen traurigen Jab auf der Couch vorgefunden. Der hatte mal wieder versucht, ins Kasbah zu kommen, aber er darf immer noch nicht Lachend Nja und unser Wohnzimmertisch, der hat jetzt so richtige riesen Löcher in der Platte, die Jungs wollten mal testen, wie stark sie sind und wegschmeißen müssen wir den Tisch ja eh… klar, warum ihn da nicht vorher mutwillig zerstören Lachend Typisch! Jedenfalls waren wir noch länger im Wohnzimmer rumgesessen, haben noch Pizza bestellt, nur Blödsinn gemacht, und dann hats irgendwann an der Tür geklopft und Justine (ne Freundin von Clem) ist mit irgend so nem Engländer hereinspaziert, weil sie sicher gehen wollte, dass Clem es auch nach Hause geschafft hat. Keine Ahnung ehrlich gesagt, wie Justine es so weit geschafft hatte^^ Die hatten auch ne Jeans dabei, die sie auf der Straße gefunden hatten, mit Schlüssel und Zigaretten und Geld drin und jeder von uns war schwer begeistert.  Ich weiß nicht, was sie mit der gemacht haben, sie haben sie jedenfalls nicht bei uns gelassen. Als es dann schon so langsam hell wurde, hab ich mich auf ins Betti gemacht und der nächste Tag hat quasi nicht existiert. Aber hat sich voll gelohnt! Lächelnd

Die nächsten zwei Tage hab ich dann alles fürn Urlaub fertig gemacht und Brot gebacken, war noch mal beim Body Pump und dann ging’s ENDLICH los nach Schottland!!

Der Rico ist so gegen 3 in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag angekommen, ein bisschen mitgenommen war er noch von der langen Fahrt, noch zwei Sätze mit Jab erzählt (weil der ja immer Nachts wach ist und fast vor Langeweile stirbt…) und dann gings nochmal paar Stunden schlummern, weil schließlich mussten wir ja fit sein für den nächsten Tag.

Erstes richtiges Ziel fürs Wochenende war Edinburgh, vorher haben wir noch eine Nacht im Lake District, in der Nähe von Keswick Halt gemacht. Der erste Campingplatz! War hübsch, hatten nen schönen Ausblick über Seen und Wälder, überall sind Häschen gehoppelt und Enten gewatschelt und nachdem wir denen ein bisschen entzückt beim hoppeln und watscheln zugeguckt haben, wurde das erste Mal der Grill angeworfen.

Noch mit echten deutschen Bratwürsten, solche hatt ich schon EWIG nicht mehr Lächelnd Ich weiß nicht mehr, ich glaub so alt sind wir nicht geworden an dem Abend, aber am nächsten Tag ging’s ja schließlich auch los in die große Stadt!

Und Edinburgh ist schööön! Also es hat zwar gepisst ohne Ende, schon als wir angekommen sind und es hat auch bis Samstagnachmittag nicht wirklich aufgehört, aber nichtsdestotrotz haben wir uns durch Wind und Wetter gekämpft und angeguckt was ging! Gewohnt haben wir bei Farrah, haben wir im Internet gefunden, die hat uns quasi ihre Wohnung übers Wochenende vermietet, und weil sie selber nicht da war, hatten wir so nicht nur unser Zimmer, sondern auch die Küche und das riesen Bad und halt alles für uns allein.
Rico war ja schon mal dagewesen in Edinburgh und hat sich dementsprechend auch noch ganz gut ausgekannt und wusste, was man so sehen MUSS. Das Stadtbild sieht richtig krass aus, überall Burgen hat man das Gefühl und dann wieder kleine Gässchen... und auf einmal waren wir vor Bobby gestanden, bzw. seinem Monument.

    

Bobby war ein ziemlich abgefahrener, treuer Hund, der auch nach dem Tod seines Herrchens noch 14 Jahre lang an dessen Grab wachte und damit sogar zum rechtmäßigen Bürger der Stadt Edinburgh ernannt wurde. Mit Wahlrecht und so. Das hatten vorher nicht mal Frauen^^

Naja und weil das Wetter so mies war, blieb uns am Abend ja fast nichts anderes übrig, als von einem Pub zum nächsten zu ziehen. Ziemlich viele und ziemlich schöne Pubs gibt’s in Edinburgh!

Am Ende waren wir noch im McDonalds auf nen Cheeseburger, da kam dann so ein Penner zu uns und hat uns die ganze Zeit angestarrt und gefragt, wo wir her sind und sehr böse geguckt. Aber wir haben unser Bestes getan, ihn zu ignorieren und am Ende wurde er dann von der Security nach draußen begleitet. Ich hab weiter meine Cola geschlürft, dann meint der Rico auf einmal zu mir, „trink die Cola nicht aus!“ Und ich dachte nur so, hää, was denn, is meine Cola! Als wir gegangen sind, fragten uns die Securities noch, was der jetzt von uns wollte, aber wir hatten ja keine Ahnung und dann meinten sie, wir sollten draußen doch lieber mal nach rechts laufen… Äh, okay. Im Taxi hab ich den Rico dann gefragt, warum ich meine Cola nicht austrinken sollte. „Na, dann hätten wir was zum ins Gesicht schütten gehabt!!“ Aahhhh!

Am nächsten Tag hats schon nicht mehr soo arg geregnet früh, also wieder los in die Stadt, Castle angeschaut, Scottish National Gallary angeschaut (mehr, weils einfach so kalt war und ich ganz dringend pinkeln musste,weil wir haben KEIN einziges Bild gekannt…),  an echten Schaufensterpuppen vorbeigelaufen, richtig tourimäßige Bilder gemacht,

 

na und dann hats irgendwann auch endlich, endlich aufgehört zu regnen und die Sonne ist rausgekommen. Haben dann noch so nem richtig krassen, mega witzigen street artist zugeguckt, die meisten sind ja doch eher öde, aber der war großartig!

Joa und gegen Abend haben wir dann angefangen ein Pub zu suchen, in dem auch Fußball übertragen wird, weil stand ja schließlich Championsleague Finale an. Ich erspar mir jetzt, noch mal den Ablauf des Spiels wiederzugeben, ich weiß nur, dass ich eigentlich hundemüde war und nur gedacht hab, BITTE nicht auch noch Verlängerung, weil in denen passiert ja eh nur nie was, aber der Fußballgott hat sie nicht gehört, meine Gebete und so bin ich viel zu spät mit einem leicht angepissten Rico im Taxi wieder zu Farrah gefahren Lachend Man konnte übrigens nicht so richtig sagen, für welche Mannschaft der überwiegende Teil des Pubs war, weil sind ja eigentlich Schotten, die mögen die Engländer ja nicht, aber irgendwie haben sich alle immer bei jedem Tor gefreut, egal für wen… naja, so solls ja eigentlich auch sein Zwinkernd

Sonntag haben wir uns dann von Edinburgh verabschiedet und sind an der imposanten Forth Bridge, die über den Meeresarm Firth of Forth führt, vorbei nach Sterling gefahren.

In Sterling, bzw. bisschen außerhalb auf einem kleinen Hügel steht das William Wallace Monument, da mussten wir natürlich hin, hoch in den Turm, von da aus hat man nen prima Blick!!

Vor allem: Wir hatten wunderbare Sonne und es war schon wunderbar warm! Wir konnten unser Glück kaum fassen! Man und dieser Wallace, des muss ja ein Hüne gewesen sein, wer kann denn so ein großes Schwert halten??

Aber hat ja kein so richtig gutes Ende mit ihm genommen, hat uns Mel Gibson ja schon vorgemacht…

Von monument sind wir weiter nach Sterling an sich, ist auch ein kleines, hübsches Städtchen, natürlich auch mit Castle, da waren wir zwar nicht drin, aber wir haben Eis davor gegessen!

Die Nacht haben wir auf einem ziemlich leeren Campingplatz in der Nähe von St. Andrews verbracht, haben Scrabble gespielt und gemerkt, dass wir beide richtig schlecht drin sind Lachend Woa und der Rezeptionist da, der hatte einfach mal so nen krassen Slang, der Rico und ich, wir ham uns beide angeguckt und gedacht, äh, was? Ich glaub, so übel hat danach keiner mehr geredet…


Am nächsten Morgen sind wir dann nach St. Andrews ans Meer gefahren und haben da erst mal gefrühstückt. So ein Frühstück im Bus, am Meer, das hat schon was… vor allem, wenn immer noch die Sonne scheint!!!

St. Andrews ist übrigens die Geburtsstadt des Golfs, da wurd‘s erfunden und beherbergt den wohl bekanntesten Golfplatz der Welt, den Old Course, der soll noch immer für jeden Golfer eine echte Herausforderung sein. Außerdem ist er direkt am Meer, ziemlich nice.

Noch mehr Kultur: die University of St. Andrews ist die älteste Schottlands und nach Oxford und Cambridge die drittälteste ganz Großbritanniens, wohl auch ziemlich elitär. Die Cathedralruinen waren ganz cool, nur das Castle, das war richtig teuer und schon ziemlich hin, des haben wir uns dann gespart.

Es ging wieder back on the road, höher rauf Richtung Aberdeen, wo wir in Kintore auch schon auf den nächsten Campingplatz gefahren sind. Da hab ich den Bee den ersten Schaden zugefügt als ich seine Seitentüraufmachen wollte. Ich war wohl einfach zu stark und auf einmal hatt ich den Türgriff in der Hand. Hupsi! Also innen die halbe Tür abbauen, kurz ein bisschen genervt rumzicken und dann war aber auch alle schon wieder gut Lächelnd

Da Aberdeen wohl nicht so viel hergibt, ähnlich wie auch Peterhead und Fraserburgh sind wir da nur am Meer entlang gefahren, haben auch mal am Strand Halt gemacht und uns über den dritten Tag Sonne in Folge gefreut. Konnte der Rico glatt mal sein Kilt rausholen und er hat es natürlich auch traditionell getragen!!

Nächstes Ziel war Aberlour in der Speyside!

Hach, die Speyside. Ein Whiskyparadies ohne Gleichen und Aberlour liegt auch perfekt in mitten des Whisky-Trails. Waren uns zuerst nicht ganz sicher, wie und wohin, aber wir hatten ja die Fahrräder dabei und dann mögen wir beide den Glenlivet ja auch sehr gerne, also gings auf Richtung Glenlivet. Mit dem Rad. 12 Meilen hin. Und es war heiß. Richtig heiß! Und wir hatten nicht mal Sonnencreme… Und es ging Berge hoch und runter und hoch und runter und ich geflucht zwischendrin und hab gedacht, maaan, bin ich untrainiert! Aber immerhin war die Landschaft mal wieder traumhaft.

Nach zwei kleinen Stopps sind wir aber endlich, endlich angekommen, erstmal in Schatten, ausruhen und dann ging’s auf zur Destillerie-Tour. Unsere Führerin hieß Dips und man hat ihr von Anfang an angemerkt, sie LIEBT Glenlivet. Übrigens hab ich das ja die ganze Zeit immer falsch ausgesprochen, halt mehr so französisch, „Glenliwee“, aber eigentlich sagen die alle „Glennliwett“.  
Die Tour hat so 45 Minuten gedauert und war echt interessant. Jetzt hab ich auch verstanden, warum der Whisky, der in Sherryfässern gelagert wird, so viel teurer ist, als der aus Bourbonfässern. Wen’s interessiert: Die Bourbonfässer kriegen die Schotten aus Amerika und da ist es verboten, ein Fass zweimal für den Bourbon zu verwenden, das heißt, wenn da einmal schon welcher drin war, ist das Fass für die nutzlos und deswegen geben sie das dann auch gerne her. Die Sherryfässer dagegen kommen aus Spanien und die könnten sie aber öfter verwenden, was bedeutet, die können richtig Kohle für ihre Fässer verlangen. Und das tun sie auch. £500 pro Fass!! Man man man.

Am Ende gab’s natürlich noch bisschen tasting und dann war die Führung vorbei und wir musste uns zurück auf den Heimweg machen.

Wollten über Dufftown zurückfahren, aber bis dahin warens noch mal 12 Meilen. Und dann waren wir ja immer noch nicht daheim! Dann warens nochmal 4… oh man. Der Weg wurde auch nicht leichter und vor einem Schild, auf dem „Dufftown, 4 miles“ stand haben wir kurz Pause gemacht und der Rico hat sehr passend verkündet: „Meilen sind scheiße!“ Man, war ich danach schwach, ich hab so gelacht, weil Meilen sind echt scheiße! Aber wir habens irgendwie bis Dufftown geschafft, da war ich nur schon total verbrannt. Also erstmal Pharmacie gesucht, Sonnencreme und gleich noch Aftersun gekauft und ins nächstbeste Pub verzogen. Und dann gab’s erstmal ein richtig schönes, kühles Cider für mich und Guinness für den Rico. Und das war erst abgefahren, das Guinness kam aus der Dose und dann wurds auf so ein Gerät gestellt, was dann noch den Schaum gegeben hat. Ah, hört sich viel zu unspektakulär an, aber hat schön gezischt und krass ausgeschaut! Der Barmann war ziemlich cool und witzig, mit dem haben wir uns dann noch bis zur zweiten Runde unterhalten und dann ist uns aber wieder eingefallen, dass wir ja nochmal 4 Meilen vor uns bis nach Hause haben… Also wieder rauf aufs Rad und weiterstrampeln und als ich dann gelesen hab, „Aberlour, 1 mile“, da war ich so entzückt, dass ich glatt noch nen kleinen Sprint hinlegen konnte. Man, war das alles anstrengend, aber hat sich richtig gelohnt!!!

Außerdem hab ich mich auch schon wieder auf den nächsten Tag freuen können, weil da ging’s endlich zu Nessie! Vorher haben wir allerdings erst nochmal bei Glenlivet vorbeigeschaut und im Shop ein bisschen Whisky und Gläser und ein T-shirt gekauft. Und jep, die Sonne war immer noch da und ich hatte so richtig Sonnenbrand auf den Schulten – aua au.

Haben auf dem Weg zu Loch Ness noch kurz bei den Falls of Foyers gehalten, wie der Name schon sagt, ds ist ein Wasserfall und dann gibt’s ja so viele Lochs in der Gegend. Und ich hab immer gedacht, ist DAS jetzt Loch Ness, oder DAS, aber finally waren wir wirklich irgendwann da Lächelnd Haben das Castle Urquhart direkt am See angeschaut, hat zwar 7,40 gekostet, aber war auch echt hübsch da.

    

Ha und dann waren wir auf einem Campingplatz direkt am See. Quasi direkt neben Nessie. Da gab’s sogar ein Hobbitvillage Lächelnd

Na ja, Nessie ist sehr schüchtern, sie mag keine Fotos, deswegen kann ich auch leider nicht beweisen, dass ich sie gesehen hab!! Ne, ist schon komisch, eigentlich ist Loch Ness ja ein Loch wie jedes andere. Aber es hat halt was. Ewig lang. Und an beiden Ufern kleine Berge und Hügel. Einfach hübsch. Bevor wir ins Bett sind, mussten wir natürlich erst noch unseren neuen Glenlivet kosten und als wir schlussendlich die Vorhänge zugezogen haben, sodass wir nicht mehr auf den See gucken konnten und, meinte der Rico nur: „Ich könnte wetten, wir machen zu und DANN kommt Nessie!“ Haha, so war’s dann bestimmt auch…

Am nächsten Morgen ist noch was witziges passiert. Wir waren grad beim Frühstück gesessen und dann kam eine Frau vom Nachbarstandplatz mit einer riesen Tüte voller Essen und meinte, ob wir die Sachen nicht haben wollen, sie reisen heute ab und haben keinen Platz mehr im Auto für des ganze Zeug. Na, wir haben uns angeguckt, und gesagt, klar, den Gefallen können wir ihr schon tun ;-) Gab Nudeln und Suppen und Reis und Wurst und Käse und Milch und Eier und ALLES eigentlich. 5 Minuten später kam eine andere von der Truppe und hat uns noch Chips gebracht. Und dann noch mal ein anderer mit nem Topf frischen Basilikum. Und dann kam noch ne Tüte, es war unfassbar! Lachend Die haben uns so reich beschenkt! Da hatten wir ja schon langsam Probleme, alles in Bee zu kriegen! Richtig nette Leute!

Nachdem alles verstaut war mussten wir uns auch schon wieder von Nessie verabschieden, denn es ging back on the road, zur Isle of Skye! Am meist fotographiertesten Castle Großbritanniens vorbei, über die Skye-Bridge. Und wir hatten IMMERNOCH Sonne! Und die Isle of Skye, die ist einfach special. Bisschen wie auf Lummerland. Einfach schön. Richtig, richtig schön. Beeindruckend. Man guckt rechts und links und wieder rechts und links, aber man kann sich irgendwie nicht satt sehen.

Haben bei der Talisker Destillerie kurz Halt gemacht und da ne deutsche Reisegruppe getroffen, uns kurz mit den älteren Herrschaften unterhalten ("Fährt die Frau auch??") und dann kurz in den Talisker Shop geguckt.

Sind danach zum Coral Beach gefahren, bzw. so weit wie man halt kommt, den Rest muss man zu Fuß gehen. Aber ist total nett, man begegnet ein paar Rindern und eigentlich würds einen auch nicht wundern, wenn einem jetzt Aragorn und Legolas und Gimli entgegenkämen.

Gecampt wurde wieder direkt am Wasser, diesmal aber am Meer Lächelnd Nur: man konnte nicht lange draußen sitzen bleiben. Es gab Millionen so ganz kleine Fliegen, fruchtfliegenähnlich, nur eigentlich NOCH kleiner und ich dachte zuerst, die nerven nur, aber ne, die stechen auch, die Mistviecher!! Und echt, es waren Millionen! Das blieb die nächsten Tage auch noch so, die leben in ganz Schottland!


Richtig cool war auch, dass es gar nicht richtig dunkel geworden ist. Also das war eigentlich auch ein bisschen Schade, weil ich hab mich zuerst gewundert, warum man keinen Sternenhimmel sieht, weil da ist ja nur nichts eigentlich, da müssts ja nur so leuchten, aber es wurde einfach nie dunkel genug! Richtig abgefahren!


Am nächsten Morgen haben wir uns relativ früh aufgemacht, weil wir wollten nach Uig und gucken, ob wir vielleicht mit der Fähre auf „da outter Hebrides“ kommen. Aber wir waren leider zu spät. Das war schon ziemlich Schade, weil wann macht man so was mal und vor allem, wann hat man nochmal so ein Wetter!!! Echt, jeder, den wir getroffen haben, meinte, fingers crossed, dass das Wetter mal so hält, das es mega außergewöhnlich ist und eigentlich nie vorkommt. Sonst ist es eher so wie hier dargestellt:

Also hatten wir halt einfach ein Schweineglück!

Da das aber also mit den „outter Hebrides“ nicht geklappt hat, haben wir nur noch ein bisschen local Bier und Cider eingekauft und sind weiter um die Insel gefahren, haben ein Radrennen gesehen, sind am Kilt Rock und am Old Man of Storr vorbei gekommen und haben dann noch in Portree, der Hauptstadt der Insel, eine ziemlich leckere Waffel gegessen.

Zuerst wollten wir dann eigentlich einfach irgendwo am Meer übernachten, aber haben uns dann doch kurzfristig umentschieden und sind wieder runter von der Himmelsinsel auf nen Campingplatz an einem Ort, an dessen Namen ich mich einfach nicht erinnern kann. War so mitten zwischen Bergen und Schafen, also sehr nett eigentlich.

Mussten ja so langsam wieder Richtung Süden, weil es war schon fast Sonntag und Dienstag mussten wir in Cornwall, in Penzance bei unserem gebuchten Bed&Breakfast sein. Vorher ging’s allerdings noch zum Loch Lomond, dem größten und angeblich auch bekanntesten Lochs Schottland. Das mit dem bekanntesten versteh ich nicht so richtig, ich dachte eigentlich Loch Ness wär bekannter, aber vielleicht lieg ich ja auch verkehrt. Der Loch Lomond ist jedenfalls auch sehr schön, waren auch hier direkt am See, in der ersten Reihe, es gab immer noch nervige kleine Fliegen, aber es war immer noch sonnig und warm und wir waren nicht spät aufm Campingplatz, also konnten wir uns noch bisschen ins Gras legen und entspannen. Bisschen angeln war der Rico sogar auch noch, ich hab nicht viel dazu gemacht, ich war nur daneben gesessen, hab Buch gelesen und einmal geholfen, die Angelschnur zu entwirren und das wars! So muss Urlaub sein! Lächelnd

Wir sind bestimmt schon um halb 10 eingeschlafen und erst aufgewacht, als einer unserer Nachbarn bei uns geklopft hat, weil unser Radio zu laut war.

Aber wir mussten ja auch fit sein, weil am nächsten Tag ging’s über 400 Meilen Richtung Süden nach Bristol, dem einzigen Stopp, den wir uns erlaubt haben vor Penzance. Außerdem wollt ich da immer mal hin, weil die Leute aus meinem Englischbuch auch aus Bristol kamen Lächelnd UND: Es ist auch echt schön da. Waren erst gegen 18 Uhr da und wollten uns ein Hostel suchen, weil ne Dusche wär echt schön gewesen, so nach 30 Grad im Auto, in der prallen Sonne auf der Autobahn ohne Klimaanlage… aber war alles schon ausgebucht und so mussten wir uns halt im Bus notdürftig ein bisschen sauber machen. Haben mitten in der Stadt irgendwo geparkt und sind durch die Stadt gebummelt. Alles voller Studenten, alles sehr jung irgendwie, mit Flüsschen (der Avon River fließt glaub ich durch jede englische Stadt^^) und vielen Pubs und Leuten auf der Straße, es war herrlich! Im Old Duke haben wir dann das erste Bier getrunken, da gibt’s jeden Abend Jazzmusik live, also richtig nice. Sind noch mal rumgelaufen, haben die Leute angeguckt und im Wetherspoons dann noch was gegessen. 2 Meal Deal, 2 meals for £8,49! Wetherspoon Preise sind einfach unschlagbar!

Nachts haben wir dann doch gemerkt, dass die Straße, in der wir geparkt hatten, jetzt nicht sooo abgelegen war, ein Auto nach dem anderen ist vorbeigefahren, dann hat einer bestimmt ne halbe Stunde lang seinen Freund gerufen und dann ist noch so ne Kehrmaschine vorbeigefahren, da dacht ich kurz, jetzt ist alles vorbei, so nen Krach hat die gemacht!

Der Rico war früh um 7 schon wieder wach und wollte uns ursprünglich erstmal von der Straße da wegfahren, aber am Ende ist er dann doch schon auf die Autobahn Richtung Cornwall. War sehr entspannt, ich konnte hinten noch ein bisschen schlummern. Anner Raststätte haben wir dann mal Halt gemacht (die ich übrigens viel besser find, als bei uns, nicht mal die Toiletten kosten was und sind dazu noch viel sauberer als dieser Sanifair-Mist!), Zähne geputzt und gefrühstückt bevors noch gar auf die letzten 250km ging. Die haben dann auch noch bisschen gedauert… sind durch Dartmoor gefahren, weil wir Simon Beckets Monk treffen wollten, aber auch so ists da landschaftlich mal wieder sehr beeindruckend.

Überall Ponys und Schafe und Mini-Sträßchen, auf denen man sich auch mal leicht verfahren kann, wie wir feststellen mussten. Man muss aber auch dazu sagen, dass das Navi, die blöde Kuh, immer total verkehrt und dumm fahren will und wenn man dann aber nur nach Karte fährt ist halt auch schwierig, weil da sind so viele Straßen gar nicht drauf… jedenfalls sind wir dann ein bisschen im Kreis gefahren, haben uns kurz angeschrien, aber wir habens rausgeschafft aus dem Dartmoor (wo man dann Schilder sieht, wie: „Thank you for taking moor care“) und waren finally in Penzance am Meer.

Nun ist Penzance ja wirklich ganz unten und ganz im Westen, viel mehr geht eigentlich nicht. Und man denkt auch nicht, dass man noch in England ist. Es gibt Palmen und tropische Pflanzen und dann das Meer und überhaupt.

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What time is it? – EXAM TIME!!!

Dienstag, 01.05.2012

Soderla, I’m back. Hatte zwei wunderprächtige, entspannte Wochen daheim, hab endlich mein Honigkuchenpferd wieder gesehen (küsschen :-*), mal bei Mama und Papa vorbeigeschaut, live Bamberg gegen Alba gewinnen sehen und sogar noch Zeit für nen Cuba Libre mit Bob und Resl gehabt. Also top!

Aber zack-zack hat sie schon wieder gerufen die Insel und ich fand mich in einem dieser wunderschönen, geräumigen  fly(may)be-Propellerflugzeuge wieder.
In Coventry angekommen hat es natürlich erst mal geregnet. Also schnell rein ins Häuschen und dann hab ich erst mal große Augen gemacht. Weil ausgeschaut hats! :D Was auch sonst. Der ganze Boden im Wohnzimmer war voller Papier, weil der untere Teil vom Wohnzimmertisch kaputt gegangen ist und so alles, was da drauf gelegen war, halt runtergefallen ist. Und der obere Teil war klebrig und stand voll. Und die ganze Küche stand voll. Voller Geschirr. Überall. Und Essensreste. Und ganz viele Müllsäcke. Hehey, hab ich mir gedacht, welcome home!!

Naja, ich hab mir erst mal nichts draus gemacht und dann hab ich meine Palme in der Ecke stehen sehen und sie ist noch genauso schön, wie am ersten Tag! Lächelnd Ich glaub, sie ist sogar ein bisschen gewachsen. Also hat er gut gemacht, der kleine Chris. Jab hat mir nachher auch erzählt, dass er wirklich sehr besorgt um sie war und ihn jeden Tag gefragt hat, ob sie noch normal ausschaut. Entzückend!

Puh, ja naja und dann war erst mal lernen angesagt. Und lernen und lernen und lernen. International Marketing.  Nicht so richtig mein Lieblingsfach. Aber zwischen den Lernsessions wurd ich wenigstens auch immer bisschen unterhalten.

Erst mal haben sich Jab und Chris in der Küche drüber gestritten, wer jetzt den ganzen Dreck wegmachen soll. Weil gut, war ja keiner von ihnen allein, aber wer macht jetzt was weg, damit auch ja keiner zu viel macht!!! Dann wollte der Chris ernsthaft das Geschirr danach aufteilen, wer es auch benutzt hat Lachend Weil des wusste er nämlich noch ganz genau, was von ihm war!!!  Ich war nur daneben gestanden und hab gesagt, I don’t care, I won’t touch anything und mich halb totgelacht! Naja, die zwei haben sich noch bisschen gegenseitig angeschrien und am Ende hat der Chris die eine und Jab die andere Hälfte gemacht und schwups, gabs wieder saubere Teller und Tassen.

Und ein anderes Mal hat Chris Wäsche gewaschen. Das sah dann so aus:

Haha, ich hab so was noch nie in echt gesehen, wenn ne Waschmaschine überschäumt, nur im Film und er war auch erst ganz verzweifelt daneben gestanden und war total überfordert. Ich sag ja, ich wurde prächtig unterhalten.

Apropos unterhalten. Es kommen ja noch paar Bilder nach… Also erstmal die Crime Scene…

 

Auf dem zweiten Bild neben dem Fenster müsste eben eigentlich das "painting" hängen. Es hängt da aber übrigens immer noch nicht wieder...

Und ein bisschen Birmingham und London:

Und ein bisschen HUB, 

wozus auch ziemlich witzige Videos gibt, aber funktioniert wieder nicht...

Naja, dann haben wir ja auch wieder gut gegessen und getrunken:

Und der Rest ist nur Quatsch. Mein Trolli und ich, die Veru nachm shoppen, Laura, Clem und Chris und das mit den Teddybären ist ein Fenster hier auf dem Weg zur Uni. Richtig cool.

Letzten Sonntag hab ich mich dann noch mit der Lisl und der Biene in London getroffen, weil die Lisa die Bine übers Wochenende in East Grinstead besucht hat. Ziemlich toll LächelndDas Wetter war zwar absolut nicht lovely, in Coventry hats mega gestürmt sogar und ganz viele Züge sind ausgefallen, aber meiner ist gefahren, hehe. Sind dann die Oxford Street auf- und abgelaufen, dabei kann man schon ein paar Stunden verbringen Zwinkernd. Auch, wenn es nur ein kurzer Ausflug war, ich hab mich tierisch gefreut, die Lisa mal wieder zu sehen, hab diesmal auch nicht mein Busticket verloren, sondern gleich meine Oyster-Card aufgeladen, also es war richtig gut!

Nja und nach der ganzen Lernerei, hab ich dann auch mein erstes exam mehr oder weniger erfolgreich hinter mich gebracht. Ist ziemlich abgefahren so ein exam, man sitzt mit hundert Millionen anderen in ner riesen Sporthalle, kriegt Instruktionen über Lautsprecher (alles natürlich hundert und dreifach) und die Antworten schreibt man in eine 16-seitiges Textbuch. Ich hab so fünf Seiten vollgeschrieben^^. Und, was auch neu war, man klappt die Ecke mit seinem Namen drauf um und klebt sie zu, so dass quasi anonym korrigiert wird. Gar nicht sooo schlecht.
Die Aufgaben war dann so naja, total offen irgendwie und ich fands jetzt nicht so richtig gut. Aber wenigstens ist es rum!

Jetzt gibt’s nächste Woche noch zwei exams und übernächste noch eine, die Strategic Management Coursework inklusive Presentation steht noch an und dann kann ich wohlverdient mit dem Rico und Bumblebee zwei Wochen nach Schottland und Südengland reisen Lächelnd Fully bless, wie der Chris jetzt sagen würde! Wenn das mal nichts ist!! Freu mich schon tierisch!  

Außerdem fahr ich noch mit Piotr nach Birmingham zum Playoff Finale der British Basketball League. Wow, Basketball in England, ich bin sehr gespannt. Auch wenn das Niveau so D-Jugend mäßig sein soll, aber whatever.

So, viel mehr ist erst mal nicht passiert. Machts gut fellas, bis baldi!

 

„I think we should call the police, the TV is gone!“

Dienstag, 10.04.2012

Großer Gott, es ist schon April!! Schon fast Mitte April!! Kinder, wo geht nur die Zeit hin?

Seit zwei Tagen sitz ich jetzt wieder im schönen Braunschweig und genieß meine Osterferien. Hab insgesamt drei Wochen, die jetzt allerdings nicht nur Ferien sind, weil gleich ab dem 1. Mai stehen die exams an und ein assignment plus presentation will auch noch fertig gemacht werden. Aber immer schön der Reihe nach. Erst mal muss ich mir endlich, endlich die Zeit für ein Update nehmen. War einfach viel zu busy die letzten Wochen, da ging gar nichts, aber jetzt anschnallen, es geht los :) Ach so und wieder wegen Bildern... ich hab meinen Laptop nicht dabei und als schlaues Kind auch nicht dran gedacht, meine Speicherkarte mitzunehmen... aber Bilder folgen, versprochen!! Paar hab ich auch :)


Wie ich es schon angekündigt hatte, war ich erst mal richtig krass mit Unizeug beschäftigt. Assignment hier, assignment da, dann wieder Gruppentreffen, natürlich auch die normalen lectures, also ich war schwer beschäftigt.

Der Spaß durfte da natürlich trotzdem nicht zu kurz kommen. So hab ich dank meinen ersten deutschen Bekanntschaften Raphael und Daniel mal ein Studentenwohnheim von innen gesehen, mit vielen Einheimischen kreative Trinkspiele gespielt und es auch endlich mal ins Kasbah geschafft (was ohne meine kriminellen Mitbewohner mit Hausverbot auch ziemlich einfach war^^). Cooler Club muss ich sagen, verschieden Floors und ein riesen Bild von der Queen hing von der Decke, also top! Aber ich bin froh, dass ich in kein Wohnheim gezogen bin, ist zwar bestimmt lustig, weil ja immer jemand da und was los ist, aber es gibt auch Regeln. Wenn einer zu Besuch kommt, muss man den vorher in ne Liste eintragen und wenn jemand übernachten will, ihn sogar 24 Stunden vorher anmelden. Außerdem läuft die ganze Zeit ein neugieriger Security-Mensch durch die Gänge und passt auf, dass auch kein Blödsinn gemacht wird. Eher unentspannt also das Ganze.

Außerdem war dann da ja noch St. Patricks Day!! Ist ja irisch, aber so bisschen wird das auch im Rest der UK gefeiert. Eigentlich wollte ich mit Raphael und Konsorten nach Birmingham, da ist bestimmt bisschen mehr los, haben wir uns gedacht. Aber weil ich so ein unglaublicher Streberstudent bin und noch so viel tun musste und gedacht hab, nach einer Nacht in Bham bin ich bestimmt zu nichts mehr fähig am nächsten Tag (aber doch schon meine nächsten Besucher mit einem Bein in der Tür standen), da hab ich kurzerhand meine Pläne geändert und hab den Abend weniger aufregend verbracht. Bin mit Piotr, also den anderen 50% an Sport Marketing Studenten, ins Old Days gegangen, so ein Pub, in dem bisschen was von der Uni organisiert war. Gab irisches Buffet für 2 Pfund (wobei wir uns da nicht sicher waren, ob das wirklich alles irisch war, Bilder folgen...), Bier für 1 Pfund, irische Livemusik und grüne Kleeblatt-Girlanden, also fast wie in Dublin^^ Der Abend war zwar unspektakulär, aber trotzdem ziemlich witzig, weil Piotr einfach ein unglaublicher Sportfreak ist. Der weiß alles und kennt alles! Sogar die Brose Baskets, obwohl er doch aus Polen kommt! :) Viel grün war keiner angezogen, ist halt Coventry und ich hab auch gemerkt, dass ich überhaupt gar nichts grünes im Schrank hab. Aber hab mir wenigstens grünen Nagellack von Clem geliehen!

 

Ruck zuck ist dann auch noch die nächste Woche vergangen und schwups war Samstag und ich konnte zum Flughafen nach Birmingham fahren und meine großartigen, liebsten und tollsten Cousinen abholen :) Die zwei durften dann auch in meinem Bett schlafen und ich bin so lang zu Clem gezogen. Man, mit Clem in einem Bett zu schlafen ist nicht einfach. Gut, zwei Nächte war sie eh nicht da, da war sie wieder in Frankreich. Und auch die anderen Nächte ist sie erst seeehr spät (oder früh, wie mans nimmt^^) ins Bett gegangen, aber wenn sie dann geschlafen hat, dann hat sie witzige Geräusche gemacht oder geschnarcht :D Aber gemütlich war's schon immer, sie hat ne riesen Decke, da kann mich sich doppelt und dreifach einwickeln. Richtig toll geschlafen hab ich trotzdem nicht, weil der Rest der Bande auch wieder unglaublich nachtaktiv und laut war, aber das hat die Woche nicht weniger prächtig gemacht!! Erstmal hatten wir die ganze Zeit hervorragendes Wetter! Also wirklich hervorragend! Richtig warm und sonnig und kein einziger Tag Regen! Sogar so warm und sonnig, dass die Tine und ich bisschen Sonnenbrand im Gesicht hatten. Top!

Bevors am ersten Tag los Richtung Stadt ging, durft ich erstmal Mitbringsel auspacken. Oh und wie schön das war. Es gab echtes Brot! Und Gelbwurscht!!!!!

Und Brotbackmischung! Und Schokolade! Und Oster-Haribo! Ein Traum! In Coventry gings dann erstmal durch die Uni, auf den Kathedralen-Turm (eh klar!), ins City Centre, und dann haben wir noch einen kühlen Drink auf der Terrasse vom Browns Café geschlürft. Die haben da sogar Schlenkerla im Regal stehen, abgefahren, oder???

 

Haha und endlich hab ich auch mal ein Bild von dem witzigen Auto mit den Wimpern, da lauf ich jeden Tag dran vorbei, ich weiß gar nicht, ob das bei uns in Deutschland erlaubt wäre...

 

Am Sonntag ging's dann für den ersten Trip nach Stratford-upon-Avon. Die gebildeten Leser unter euch wissen natürlich auch gleich, was es mit diesem Stratford auf sich hat?!

Richtig, da ist Shakespeare geboren! Und gelebt hat er da. Stratford ist eigentlich gar nicht so weit von Coventry, so ca. 20 Meilen, aber mit Bummelzügen und umsteigen und warten haben wir dann doch fast 2 Stunden gebraucht.

Aber es hat sich gelohnt. Haben uns Shakespeares Geburtshaus angeguckt (also nur von außen, drin waren wir nicht) und sein Grab von weitem (von nahem hätte 2 Pfund gekostet. Tz!), das liegt in der Holy Trinity Church, die war eigentlich sehr hübsch. Überhaupt die ganze Stadt war hübsch, da haben die sich schon Mühe gegeben. Man kann ganz herrlich am Avon River entlang schlendern und sich ab und zu auf ein Stück Wiese fläzen und Chips essen und in die Sonne gucken.


Und dann haben die Tine und ich noch in einem ziemlich abgefahrenen Milchshake-Laden einen Himbeer- und einen M&Ms Peanut Shake getrunken. Da gab's Shakes aus ALLEM! Lovely! Ha und jetzt check ichs auch erst, SHAKESpeare! Wenn das mal kein Zufall ist...


Am Dienstag war auch schon der nächste Trip angesagt, weil wenn man schon mal in England ist, muss man sich schließlich auch ein Castle anschaun. Sind mit dem Bus nach Kenilworth gefahren, zum Kenilworth Castle. Weil wir zwar wussten, mit welchem Bus wir nach Kenilworth kommen, aber nicht, wies dann weiter zum Castle geht, haben wir beim Einsteigen den Busfahrer gefragt. Der wusste auch nicht so recht, aber das hat gar nichts gemacht, weil die Engländer sind ja so verflucht aufmerksam und freundlich, und so kam es, dass ein älteres Ehepaar, das vorne im Bus saß unsere Frage mitbekommen hatte und sofort anfing zu erklären, wie wir da hinfinden. Hach, die waren entzückend. Und es war dann auch ziemlich einfach zu finden. Und es war schön. Und groß. Aber wir konnten leider nicht rein, weils noch zu früh im Jahr war. War aber gar nicht schlimm, weil es war ja so super Wetter und Wiese gabs auch wieder und dank Tine ihrem kleinen Emirates-Deckchen konnten wir uns wieder vorm Castle ganz prima in die Sonne legen.


Mittwochs hatte ich dann bisschen in der Uni zu tun, da sind die zwei dann alleine los nach Birmingham gefahren. Ich hatte Gruppentreffen mit meiner International Marketing Gruppe, dazu später noch mehr...

Jeden Abend haben wir ganz hervorragend gekocht, es wurde sogar jeden Abend noch ein bisschen getoppt, unglaublich! Zweimal gab's Nudelauflauf (weil war so viel, konnten wir zweimal von essen), einmal Wraps (hmmmmm), einmal Ofenkartoffeln und Tzatziki und Salat und zum Schluss dann noch Nudeln mit Gorgonzolasoße und Spinat. Clem war immer ganz neidisch auf unsere Kochkünste ;) Und sie und ihre Freundinnen waren auch ganz begeistert, wie gut die Anna und die Christine Französisch konnten! Tjaha, ich hab halt schlaue Cousinen :)


Viel zu schnell wars dann schon Donnerstag früh und die zwei sind weiter nach London gereist. Aber die paar Tage waren einfach unglaublich super-spitzen-mega-toll, also ihr dürft gerne wieder kommen!! :) Und bitte wieder so geniales Wetter mitbringen!

Lange musste ich nicht alleine bleiben, weil drei Tage später ist dann ja schon die Veru angereist. Und auch die hat mich erst mal mit Geschenken überhäuft. Man Leute, denk ich mir immer, ich hab doch nicht Geburtstag, ich wohn doch nur woanders! Aber ich freu mich natürlich immer sehr. Von der Veru gabs nämlich erstmal nen Sixpack Klopapier. Das muss man sich mal vorstellen, sie hatte eh nur so ne kleine Tasche dabei und dann war die Hälfte vom Platz auch schon vom Klopapier verbraucht! :D Außerdem gabs auch wieder Gelbwurscht und Brot, ha und das Beste: einen kleinen, roten Trolli zum Nachziehen, mit dem ich jetzt immer mein Wasser einkaufen kann :) Weil ichs doch sonst immer so weit heimschleppen muss! Sowas von gut!! Ah ja und Bier war auch noch drin im Paket. Richtiges Bier. :)

Die Veru is Samstagabend erst ziemlich spät gelandet, deswegen waren wir nur noch daheim gesessen, ham noch a Bierla getrunken und sind ins Bett. Am nächsten Morgen, als wir aufgewacht sind, sind wir dann so runter ins Wohnzimmer gelaufen und dann meint die Veru so zu mir, du sag mal, wo ist denn der Fernseher hin? Und ich guck und sag, stimmt, der is weg. Hm, vielleicht ham ihn ja die Jungs? Dann hab ich zum Fenster geguckt, das, das raus zum Hinterhof führt. Unter dem Fenster stand die Couch, auf der Couch ein Stuhl und auf dem Stuhl waren verräterische Fußabdrücke, genau wie auf dem Fensterbrett. Und dann hat auch noch ein Bild an der Wand gefehlt. Das mit den vielen kleinen Spielzeugautos drauf. Wir haben noch zweimal hingeguckt und waren uns dann sicher: Also, wenn die Jungs den Fernseher nicht haben, dann wurde der geklaut!!! Da bin ich erstmal hoch gelaufen und hab den Chris aufgeweckt (weil beim Jab wusst ich, den krieg ich eh nicht wach) und hab gesagt, ob er weiß, wo der Fernseher ist. Hää, wie wo der Fernseher ist? Well, the TV is not here anymore, it's gone! It's gone? Yes, it's gone!

Tja, da war er ziemlich schnell wach, der kleine Chris und hat unten erstmal große Augen gemacht. Ahh, and the painting as well?! Yes, the painting as well!

Dann hat er versucht den Jab aufzuwecken, der war nur total verwirrt, aber ist nicht raus gekommen aus seinem Zimmer. Dann hab ich die Clem angerufen, die hatte bei ner Freundin übernachtet und ist dann auch ganz verstört heimgekommen. Man ey, ein Einbrecher bei uns?? Unser Haus wurde doch erst ausgeraubt (das wurde mir jedenfalls erzählt, war aber noch vor unserer Zeit)!!

Naja, jeder hat sich die crime scene noch mal angeguckt und dann hat der Chris den Landlord angerufen. Der hat dann gesagt, er ruft die Polizei, wir sollen auf die warten. Man, was für ein erster Morgen für die Veru in England! Während wir dann auf die Polizei gewartet haben, haben wir ein paar Mutmaßungen angestellt, wie das gehen sollte, dass uns da jemand einfach den Fernseher aus der Wohnung klaut und haben Bilder von uns vor der crime scene gemacht und ich hab mir geschworen, dass ich jetzt immer mein Zimmer abschließ, bevor ich aus dem Haus geh, also es war eigentlich ganz lustig. Nur, dass die Polizei nie gekommen ist, sondern der Chris auf ein mal mit dem Fernseher in der Hand die Treppe runter kam und uns erinnert hat, dass heute der 1. April ist. Man, die ham uns voll verarscht! Also Clem wusste auch nichts, aber Chris und Jab ham uns echt richtig verarscht, die crime scene so hergerichtet und die Fußabdrücke, die hat der Chris mit Asche und Wasser gemacht, hat er uns ganz stolz erzählt :D Aber wir waren gar nicht böse, vielmehr wahnsinnig beeindruckt, weil der Chris einfach so gut gespielt und gelogen hat, unglaublich! Meine Güte, ich glaub, ich bin noch nie so gut, so extrem am 1. April reingelegt worden. Jedenfalls nicht mehr, seit dem ich fünf war oder so.

 

Nach der ganzen Aufregung und weil wir ja auf keine Polizei mehr warten mussten, sind die Veru und ich dann erstmal in die city, Kulturprogramm war angesagt. Also wieder Uni und City Centre und Cathedral Tower (natürlich!) und Primark und was es eben sonst so zu sehen gibt in Coventry (das wars eigentlich auch schon.. ;))

Abends haben wir dann im Wetherspoon's Beer & Burger für 4,99 gegessen und noch a Bierla im Oaks Inn getrunken und uns dabei angeschrien, weil die Musik so laut war. Aber war top!

Montag waren wir dann beide fleißig, ich musste in die Uni und die Veru hat bisschen Physiozeug gelernt und abends waren wir dann noch zusammen einkaufen und haben ein hervorragendes Curry gekocht. Mit Reis und dann waren noch zwei Wraps von der Cousinenwoche übrig, woa, war das lecker, des Curry im Wrap! Wir haben uns mal wieder selbst übertroffen!

Dienstag ging's dann auf Shoppingtour nach Birmingham. Des Wetter war schon nicht mehr ganz so schön, aber wir sind trotzdem tapfer durch Regen und Wind gelaufen und es gibt ja auch ein prächtiges, riesiges Einkaufszentrum in Bham, also ging das schon.

Mittwoch. War mega chaotisch. Früh ist die Veru mit mir in eine Vorlesung von Simon Chadwick, der Sportmanagement Gott überhaupt und sie fand's glaub ich auch gar nicht so schlecht. Danach hatte ich noch ein letztes Treffen mit meiner International Marketing Gruppe und es war auch mit Abstand das längste und anstrengendste meine Lebens! Gut vielleicht nicht das längste, aber das anstrengendste!!! Das ganze Treffen zu beschreiben würde zu lange dauern, aber in aller Kürze: Ich hätte gerne rumgeschrien, weil die alle unfähig sind und stinkfaul, ich hab mich aber besonnen, weil schließlich waren wir in einer Bibliothek und hab die schlimmen Wörter leise benutzt. Und es hat zwei Stunden statt vorher geplanten 20 Minunten gedauert, weil eigentlich wollten wir nurnochmal drüber gucken und das Ding abgeben, aber es hatte einfach keiner was gemacht und am Ende hab ich einfach nur zu dem einen letzten, halbfähigen Gruppenmitglied gesagt, Ok, I don't fucking care anymore, you finish this, I' m leaving!!

Kinder, Kinder, ich war schon lange nicht mehr soooo wütend, ich hätte durchdrehen können! Die Veru hat ja die ganze Zeit warten müssen, die konnte meinen Ärger auch sehr gut verstehen und um uns abzureagieren, sind wir erst mal ins Schwimmbad gelaufen.

Da war ich auch noch nie gewesen, aber gibt eins im Sport Centre. Also hin da, durch Regen, der von der Seite kam, 3,95 Eintritt gezahlt und dann sind wir in einem unglaublich alten, bisschen dreckigen Schimmbad gelandet, in dem gerade mal 3 Bahnen zum Schwimmen frei waren. Das Kinderparadies mit den Rutschen war gesperrt, weil da Kinder schwimmen gelernt haben und die stolzen Eltern waren mit am Rand gesessen, im anderen Becken waren Life Guard Übungen und im Sportbecken war eben, bis auf in diesen drei Bahnen, auch Schwimmunterricht. Naja, was soll's haben wir uns gedacht, sind brav unsere kleinen Bahnen auf und ab geschwommen und haben über uns über die Bademeister amüsiert. Da waren zwei Türme mit Aufpassern und diese Aufpasser hatten ca. nur 10 Minuten Schichten, dann wurde gewechselt. Nur nicht zu viel Arbeit! Und dann sind noch zwei zum Müllsammeln rum gelaufen, einer hat den Müll aufgehoben, der andere hat die Mülltüte gehalten, nur waren wir ja in einem Hallenbad und haben uns gefragt, welcher Müll???

Nach dem Schwimmen waren wir dann endlich mit meinem tollen, neuen Trolli Wasser einkaufen, durch Wind und Wetter, es war klasse! :)


Der Abend wurde noch besser. Sind in den Hub gegangen, besser gesagt in Square 1, eigene Partylocation der Uni, da war Moustache Party und alle die von Natur aus keinen hatten, hatten sich nen Schnurrbart gemalt. Oder waren als Pandas verkleidet, wir haben's nicht so richtig verstanden. Jedenfalls war die Musik gut und das Bier lief auch, also es war richtig lustig. Bis auf einmal die Musik aus- und das Licht anging und man irgendwie ne Sirene gehört hat: Feueralarm! Oh man, also mussten alle raus (Let's start walking!), ohne Jacken, wo's doch so wohlig warm draußen war und auch gar nicht geregnet hat und mussten warten, bis wohl irgendein Offizieller gekommen ist, um zu bestätigen, dass es eh nicht brennt! Oh man, eine Aufregung wegen nichts, also wir haben uns prächtig amüsiert.

Weil ein bisschen viel Bier im Bier war, ging es uns am nächsten Tag auch dementsprechend, aber bevor wir uns auf die Couch legen konnten, war erst noch Frühstückengehen angesagt, weil die Veru sollte ja auch mal ein echtes, englisches Frühstück kriegen. War allerdings schon 14 Uhr als wir dann im Pub waren, da gab's dann nur noch „All day brunch“, also keinen Toast, sondern Pommes dazu, aber mei, es war ja auch schon Nachmittag und Pommes gegen den Kater sind ja auch gar nicht schlecht.

Man, aber den Rest vom Tag war nichts mehr los mit uns, gar nix... wir mussten uns schließlich auch ausruhen, weil am letzten Tag war Londontown angesagt.

Also wieder früh raus, ab in Zug und wie wir dann vom Euston Bahnhof mit dem Bus Richtung Oxford Circus fahren wollten, hab ich mir mein Busticket nur so zwischen zwei Finger geklemmt und gleichzeitig in der Tasche gekramt, und zack, war's weg. Und ich hab nur immer wieder wiederholt: „Mein Ticket, mein Ticket!“, weil mehr konnte ich auch nicht machen, wenn ich ihm hinterherlaufen wär, wär ich überfahren worden. Keiner von uns hatte noch genug coins für den blöden Automaten um ein neues zu kaufen und wechseln wollte auch keiner, also mussten wir wieder zum Bahnhof zurück laufen und da hab ich dann aber nen kleinen Laden gefunden, in dem ich meine Osyter Card aufladen konnte! Juhu! Dann konnte es also endlich los gehen :)

London an einem Tag ist natürlich echt schwer, aber wir haben's versucht. Wir waren in der Oxford Street, Picadilly, Abercrombie (eh klar!), am Buckingham Palace, am Trafalgar Square, wo sie sehr realistisch die Kreuzigung Jesu nachgespielt und auf Großbildleinwand übertragen haben (war ja auch Karfreitag, also Good Friday, aber the passion of Jesus live??? Spielt man nicht normal nur die Weihnachtsgeschichte???), im Covent Garden Viertel Fish&Chips essen, beim Big Ben und Westminster Abbey und auf einem Schiff auf der Themse und haben noch ein Abschluss-Bierchen in der Sonne getrunken. Und im Primark waren wir nochmal, aber Primark in London, da stirbt man fast, so voll ist der!

Völlig erschöpft waren wir dann im Zug nach Hause gesessen, weil London schlaucht ja schon und die Tage davor waren ja auch alle ein bisschen anstrengend, aber auch suuuuper-toll!!!

 

Tja und jetzt sitz ich eben wieder in Braunschweig und freu mich, weil ich morgen mal wieder zum Basketball gehen kann, die Bayern kommen in die Volkswagen Halle :) Es ist noch ein bisschen eigenartig, wieder hier zu sein, alles ein bisschen verkehrt rum und als ich gestern mal wieder Auto gefahren bin, war ich nach dem Wenden kurz echt nicht sicher, auf welcher Seite ich jetzt weiter fahren muss... dabei fahr ich da drüben ja nie Auto!! Aber prägt einen halt doch...

In die Heimat fahr ich auch nochmal für ein Wochenende, ein bisschen Family und noch mehr Basketball und dann geht’s wieder zurück.

Ich mal gespannt, ob unser Haus dann nach den zwei Wochen noch steht, weil Chris ist erst mal allein zu Haus und da weiß man ja nie... ich hab ihm auch meine Palme zum Aufpassen und Gießen gegeben, mal gucken, ob die überlebt. Wird ein echter Test für ihn!

 

Ich hoffe, der lange Text war jetzt nicht zu langweilig für euch, verehrte Leser, ich streng mich auch an, dass die nächsten Abenteuer wieder ein bisschen verteilt werden :) Dabei hab ich bestimmt die Hälfte wieder vergessen... Bilder kommen dann so in zwei Wochen nach..

 

Take care, guys!

 

Another visit, a wedding and some toilet paper issues

Donnerstag, 08.03.2012

Riecht ihr es auch? Es wird Frühling! Hier jedenfalls. Es ist länger hell, ab und zu noch bisschen frisch im Schatten, aber in der Sonne muss man sich hier schon ab und zu die Jacke ausziehen, sonst wird’s zu warm. Herrlich!

Auch wenn nicht so viel passiert ist die letzten Wochen, wollte ich mich gern mal wieder zu Wort melden. Bin mitten in der Assignment-Phase , das heißt nur lesen und schreiben und lesen und schreiben und – jep richtig – lesen und schreiben. Gestern konnte ich dann mein erstes Assignment voller Stolz an der Rezeption meiner Fakultät submitten und das war ja SO ein großartiges Gefühl Lächelnd Jetzt am Wochenende will ich das nächste fertig machen, Advertising&PR, geht um die Costa Concordia Krise, ha, ich freu mich schon fast drauf!

Zwischen der vielen Arbeit konnte ich aber wenigstens die letzten zwei Wochenenden ein bisschen relaxen. Über das letzte Februarwochenende war erst mal der Rico da und es war natürlich sooo großartig! Lächelnd Freitag haben wir den Tag zum Shoppen in Birmingham verbracht, und von wegen, Birmingham ist hässlich! Stimmt gar nicht! Ist halt net richtige Stadt, immerhin die zweitgrößte in ganz England (was hier nur keiner weiß!). Und ich weiß ja nicht, wies da so zum Wohnen ist, aber die Innenstadt hat eigentlich schon was. Also Resi, weißte Bescheid, streng dich bisschen an und dann sehen wir uns ab Oktober! Lächelnd 15 Minuten mitm Zug!

Wir waren auf der Suche nach Outfits für die anstehende Hochzeit von Andrea und Martin das Wochenende drauf und es war wieder so typisch, wie das halt eben so ist, wenn man was sucht, was man unbedingt braucht, dann findet man auch nichts – wenn man ein Mädchen ist. Männer haben da ja irgendwie immer mehr Glück. Der Rico wollte nen neuen Anzug und im ersten Laden, in dem wir waren, hat er sich ein paar angeguckt, einen angezogen und zack, hat gepasst, gut ausgeschaut, gekauft!  Tja und ich wollte ein neues Kleid. Und eigentlich sollte man ja meinen, Birmingham, als zweitgrößte Stadt Englands, da kann man ja gar nicht nichts finden. Pustekuchen! Wir waren ÜBERALL, ich hab Millionen Kleider angehabt, aber entweder es hat nicht gepasst oder war durchsichtig oder hat einen großen, runden Ballon aus mir gemacht. Prima. Dann halt kein Kleid, wer braucht schon Kleider, geh ich halt nackt! Nja, bin ich dann natürlich nicht. Aber dazu später.

Erst noch das Wochenende fertig erzählen. Waren Freitagabend noch a Bierla trinken, sind ins Whitefriars gegangen und da tuts mir jetzt echt Leid, dass ich kein Bild hab, weil das ist ziemlich abgefahren. Ist so ein unglaublich klein ausschauendes, krummes Haus, mehr so ne Spelunke, wir haben da drin jetzt auch keine Studenten gesehen. Aber Guinness schmeckt ja eigentlich überall und nach 10 Minuten hat man auch das Gefühl verdrängen können, zu denken, dass einem jeden Moment buchstäblich die Decke auf den Kopf fallen wird.

Samstag sind wir dann nur durch Coventry gelaufen, ich weiß gar nicht, was wir die ganze Zeit gemacht haben, ich hatte noch ein paar Kleider an und schwups war das Wochenende schon wieder vorbei. Aber lecker gekocht haben wir noch! Seeehr lecker gekocht! Es hatte keinen Namen, aber wir haben Tomate und Mozzarella und noch was, da komm ich grad nicht drauf, in Aubergine eingewickelt und dann noch Speck außen rum und angebraten, war hervorragend!

Joa und nach vier Tagen Hardcore-assignment-schreiben konnte ich dann schon in den Flieger nach Hannover steigen. Hochzeiten in Warberg war angesagt! Für alle Nichtkenner, das ist so 40 Minuten mit dem Auto von Braunschweig entfernt. Die Anreise nach Braunschweig verlief problemlos, obwohl ich bin mit Fly(may)be geflogen bin und das Flugzeug mini war und Propeller hatte!! Propeller!! Ich hätt mir fast in die Hose gemacht, als ich das gesehen hab. Und dann die Leitern, mit denen man ins Flugzeug steigt. Und nicht mal Atemmasken fürn Druckausgleich haben die!  Aber war einer der sanftesten Flüge meines Lebens!

War erst mal richtig komisch, wieder in Deutschland zu sein. Alle deutsch reden zu hören und so, ich war aufgedreht wie ne übermüdete 3jährige!

Dank Zalando und der schnellen DHL hatte ich dann auch ein neues Kleid Zwinkernd Aber natürlich wieder kein Foto… das muss ich echt noch üben. Joa und Freitagmorgen gings dann gleich los nach Warberg und die Hochzeit war echt schön. Gab leckeres Essen und eine Burgführung und Gesang und Tanz und den Brautstrauß hab ich auch noch gefangen! Wisst ihr Bescheid…

Naja, aber da ich euch nicht mit dem ganzen „und dann haben wir dies gemacht und dann waren wir da und haben jenes gemacht“- tam tam nerven will, kann ich nur noch sagen, ich hatte ein wunderschönes Wochenende, hab Gelbwurscht und Schweinebraten und Klöße gegessen und bin ein bisschen wehmütig Montagabend wieder zurück in den Flieger nach Birmingham gestiegen.

Nichtsdestotrotz hab ich mich schon auch wieder ein bisschen gefreut hier zu sein. Aber meine lieben Mitbewohner zurzeit... man man man! Ich versuch ja schon immer, so unaufgeregt und tolerant wie möglich zu sein, vor allem Chris gegenüber, der ist ja erst 18 geworden und hat vorher alles hinterhergetragen bekommen, der is ja quasi noch klein. Aber Beispiel: Als ich Montagabend heim gekommen bin, war die Handseife alle. Wusst ich schon, dass die bestimmt alle wird übers Wochenende, aber hat mich nicht interessiert, ich war ja nicht da und war auch nicht dran mit Seife kaufen, ich hab die erste und die letzte gekauft, also alle, die wir bisher hatten! Und dann steht da die leere Seife im Bad und daneben, als Seifenersatz MEIN Duschgel. MEIN DUSCHGEL!!! Leer! LEER! KOMPLETT LEER! Hab ich erst mal angefangen laut zu werden, weil also ne, das geht ja wohl echt nicht, einfach keine Seife kaufen, aber trotzdem welche brauchen und dann weiterhin mein Zeug nehmen. Und das nicht mal versuchen, vor mir zur Verstecken!! Also echt hey. Klopapier ist auch immer so ne Geschichte. Ich habs die letzten zwei Male gekauft, davor hab ichs auch besorgt, mit Chris seinem Geld wenigstens und davor war Clem und davor wieder ich. Hab ich gesagt, als ich heim gekommen bin, wir brauchen Klopapier, ich kauf keins! Joa und seitdem gibt’s halt auch keins. Ich hab mir jetzt mein eigenes gekauft, das nehm ich immer mit und wieder weg, is zwar total bescheuert, aber man muss dir echt erziehen hier! Nennt mich engstirnig und spießig, ist mir egal!

Clem ist schon wieder mal nicht da übers Wochenende, aber nur für Matze, hier mal ein Foto:

 

Joa, ansonsten wird die nächste Zeit wie gesagt mit Uni vollgestopft sein und Ende des Monats kommen mich dann meine zwei Lieblingscousinen besuchen, danach die Veru und für Ostern werd ich dann schon wieder mal die Heimreise antreten. Wird nämlich ziemlich still hier sein über die Zeit, haben drei Wochen frei und bisher hab ich noch keinen getroffen, der solange in Coventry bleiben wird. Hat bisschen was von Salzgitter irgendwie…

Tja, bleibt mir nur noch zu sagen, thanks for reading guys and have a good one!

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